Aktuelle Seminare (Alte Geschichte)

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Inhaltsverzeichnis

Lehrveranstaltungen Alte Geschichte im Wintersemester 2018/2019

Die Seminare im Basismodule Alte Geschichte im Wintersemester 2018/2019

„Antike Imperien im Vergleich" von Dr. des. Elisabetta Lupi

Mi, wöchentl., 15:00 - 18:00, 24.10.2018-02.02.2019, 1146 - B108
Jede römische Geschichte – so urteilt Greg Woolf in seiner 2012 erschienenen Monographie zum römischen Imperium – ist die Geschichte eines Weltreiches. Seit Theodor Mommsen werden Expansion und territoriale Annexion als treibende Kraft der römischen Geschichte aufgefasst. Über deren Ursachen wird jedoch bis heute gestritten. Dass Herfried Münkler seine Untersuchung über imperiale Herrschaftstypen bereits mit dem römischen Reich beginnt, kann daher wenig überraschen. Das römische Reich ist jedoch nur das bekannteste Beispiel eines antiken Herrschaftstypus, nicht das einzige und nicht das älteste. Aktuell haben althistorische Studien z.B. den attisch-delischen Seebund als Herrschaftstypus untersucht und dabei die Merkmale des athenischen Imperialismus herausgearbeitet. Welche weiteren Herrschaftstypen lassen sich für die Antike belegen? Und welche Handlungslogik steckt dahinter? Mit solchen Fragen setzt sich das Seminar auseinander, um soziale, politische und wirtschaftliche Aspekte antiker Gesellschaften zu thematisieren.
Für dieses Basisseminar gilt ein gesondertes Anmeldeverfahren! Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Website des Historischen Seminars unter der Adresse http://www.hist.uni-hannover.de/anmeldung_basismodule.html


„'Große Griechen und Römer'. Biographie und Geschichtsschreibung in der Antike" von PD Dr. Christa Frateantonio

Mo, wöchentl., 11:00 - 14:00, 22.10.2018-02.02.2019, 1146 - B209
Das Seminar wird in die antike Geschichtsschreibung einführen. Neben den Historien genannten Geschichtswerken im engeren Sinne entstanden seit dem 4. Jh. v. Chr. – zunächst in Griechenland – Biographien als eigene Gattung. Zuvor waren biographische Exkurse schon Teil größerer Geschichtswerke, etwa des Herodot und Thukydides gewesen. Sowohl Biographie als auch Autobiographie finden später auch Eingang in die römische Geschichtsschreibung. Ziel der frühen Biographien war es, herausragende Taten bzw. herausragende Persönlichkeiten in besonderer Weise zu würdigen und in den Mittelpunkt zu stellen. Man war zugleich der Auffassung, mit dem Heraus- und Hervorragendem Geschichte bzw. historische Verläufe mit den Fähigkeiten eines Einzelnen gleichsam erklären zu können (v.a. Alexander der Große). Die antiken Biographien bieten so einerseits historische Informationen (‚Fakten‘) für den modernen Historiker, andererseits erlauben sie Einsichten in moralische, philosophische, politische und religiöse Ideale und Wertvorstellungen der Zeit – wie auch ihres nicht selten thematisierten „Verfalls“! Ausgangspunkt werden im Seminar die Doppelbiographien „Große Griechen und Römer“ des griechischen Philosophen Plutarch sein. Zudem sollen weitere exemplarische Formen von Biographien in den Blick genommen werden.
Für dieses Basisseminar gilt ein gesondertes Anmeldeverfahren! Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Website des Historischen Seminars unter der Adresse http://www.hist.uni-hannover.de/anmeldung_basismodule.html




Die Vertiefungsveranstaltungen mit althistorischem Bezug im Wintersemester 2018/2019

"Frauen im klassischen Athen. Ein Leben in orientalischer Abgeschlossenheit?" von PD Dr. Berit Hildebrandt

Blockseminar: Do., 08.11.2018, 08:00 - 12:00. 1146, 205; Do. 08.11.2018, 12:00 - 18: 00, 1146, A 106; Fr., 09.11.2018, 08:00 - 18:00, 1146, A106; Sa. 10.11.2018, 08:00 - 28:00, 1146, A 106
Das Leben von Frauen im klassischen Athen wurde (und wird) oft über Mängel definiert: ihre fehlende politische Teilhabe und ihren Mangel an Bewegungsfreiheit in der Öffentlichkeit, der mit einem Leben in orientalischer Abgeschlossenheit verglichen wurde. Im Seminar gehen wir der Frage nach, wie diese Sichtweisen zustande kamen, und werden neue Ansätze erarbeiten. Ein wichtiges Ziel des Seminars ist die kritische Reflexion der Aussagekraft antiker Quellen sowie unserer Arbeit als HistorikerInnen und des Einflusses unserer eigenen Zeit auf unsere Annahmen und unsere Interpretationen.

Seminarplan und -literatur werden zu Semesterbeginn auf Stud.IP bekannt gegeben. Die TeilnehmerInnen werden gebeten, alle zentralen Texte in Vorbereitung auf die Arbeitsgruppen und Diskussionen im Seminar zu lesen. Zusatzliteratur wird im Seminarplan kenntlich gemacht. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt. Die Plätze werden am 11.10. verteilt.


"Diskurse über Natur und Naturbeherrschung in der römischen Kaiserzeit" von PD Dr. Christa Frateantonio

Mo., 14:00 - 16:00, 22.10.2018 - 02.02.2019, 1146, B209
Die kulturelle und gesellschaftliche Dimension der Wahrnehmung von Natur und ihrer Beherrschung lässt sich für die Antike exemplarisch anhand der Naturgeschichte (Naturalis historia) von Plinius dem Älteren greifen. In ihr geht es dem Autor keinesfalls nur um die Abschilderung oder Beschreibung unterschiedlicher Erscheinungsweisen von Natur im Sinne einer Enzyklopädie. Vor allem die imperiale Dimension von immensen Verfügbarkeiten – die römische Herrschaft über andere Völker, ihre Natur(en) und Kultur(en) – bildet einen zentralen Zugang zu Plinius‘ Naturverständnis: die Imposanz des Verfügens über unbegrenzte Ressourcen stellt Plinius dem Leser als Herrschaft über „die ganze Natur“ vor Augen. Im Kontext der gemeinsamen Lektüre ausgewählter Stellen aus der Naturalis Historia von Plinius dem Älteren sowie zeitnahen Werken über Landwirtschaft (de re rustica: Varro, Columella) werden außerdem Aspekte der zurzeit an Aktualität gewinnenden Umweltgeschichte diskutiert: Hierbei wird vor allem der Frage nachgegangen, welches Naturverständnis der Römer dem Einsatz von Technik zur Nutzung von natürlichen Ressourcen (Mühlen, Straßenbau, Wasserversorgung etc.) zugrunde lag. Handelte es sich, bezogen auf die beherrschten Subjekte, um ein exklusives oder inklusives Wissen? Um Ausbeutung oder Nachhaltigkeit in der Natur nutzenden Herrschaftspraxis?


"Römer in Britannien" von Dr. Peter Kehne

Mo., 18:00 - 20:00, 22.10.208 - 02.02.20191146 - B209
Das Seminar beschäftigt sich mit römischen Kontaktformen zu Stämmen in Britannien seit der späten römischen Republik, der sukzessiven römischen Eroberung bis zum 3. Jh. sowie Schaffung und Aufgabe der britannischen Provinzen.


Examensseminare im Wintersemester 2018/2019

"Seminar Bachelorarbeit/Masterarbeit" von Dr. Kehne

Mi, 14-täglich, 18:00 - 20:00, 24.10.2018 - 02.02.2019, Raum B203
Examensseminar mit allg. Unterrichtseinheiten zum Zeit- und Projektmanagement für Prüfungsphasen (Pareto-, Eisenhower-Methode etc.) sowie individueller Betreuung von Abschlussarbeiten (auch bei Zweitgutachten).