MG Podcasts

Aus LernWerkstatt Geschichte
Version vom 2. Juli 2010, 09:49 Uhr von Ralf Raths (Diskussion | Beiträge)

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Inhaltsverzeichnis

Vorlesungen aus dem Hause

In diesem Bereich werden Podcasts von Lehrenden des Historischen Seminars der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität gesammelt. Diese sind entweder Live-Mitschnitte von Vorlesungen oder aber extra aufgenommene Vorträge. Diese Podcasts werden mit kurzen Kommentaren und Literaturempfehlungen versehen, so dass Einstieg und weiterführendes Lernen erleichtert werden. Rückfragen an die Beiträger sind per e-mail möglich, die Adressen finden sich unter dieser Adresse.

Die Dateien sind als MP3s abgelegt. Es gibt zwei Möglichkeiten des Zugriffs.

1) Wenn Sie auf den Link rechtsklicken, können Sie die Datei lokal speichern und zu einem beliebigen Zeitpunkt mit einem Programm wie Winamp oder Foobar offline anhören. Sie können es dann auch auf ein portables Gerät (MP3-Player, iPod) überspielen.

2) Wenn Sie auf den Link linksklicken, wird Ihr Browser versuchen, die MP3-Datei abzuspielen. Je nach Einstellung Ihres Rechners wird dies vermutlich von Erfolg gekrönt sein; von Seiten der Lernwerkstatt jedenfalls sind diesem Verfahren keine Hindernisse vorgelegt.


"Blut für Gold" - Kriegerische Erwerbsarbeit von den Brabanzonen bis zu Blackwater (Ralf Raths, M.A.)

Einordnung

Der Podcast wurde mit dem Programm Audacity speziell aufgenommen. Die Vorlesung, auf dem dieser Podcast basiert, wurde am 20.05.2008 im Rahmen der Ringvorlesung "Arbeit in der Weltgeschichte" gehalten. Die Änderungen vom Vorlesungsskript zum Podcastskript sind nicht signifikant.

Inhalt

Der Vortrag zeichnet eine lange Linie des Söldnerwesens vom 12. bis zum 21. Jahrhundert, wobei Schwerpunkte im 16. und 21. Jahrhundert gesetzt werden.

Grundsätzlich wird hierzu ein Generationenmodell vertreten, dass verdeutlichen soll, dass die Nutzung von privaten Gewaltdienstleistern eher die Regel als die Ausnahme darstellte und dass das Aufkommen der Private Military Firms als sechste Söldnergeneration im 21. Jahrhundert in historischer Perspektive eine Rückkehr zur Normalität darstellt.

Dabei werden in diesem Modell aber die Unterschiede und Eigenheiten der einzelnen Generationen nicht zugunsten einer konstruierten Homogenität unter den Tisch gekehrt, sondern im Gegenteil deutlich hervorgehoben. Im Fazit ist es so möglich, durch einen Einordnung der sechs Söldnergenerationen allgemeine Aussagen über die Abhängigkeit der Ausprägungen des Söldnerwesens von politischen und ökonomischen Rahmenumständen zu machen.

Literatur

Es fehlt nach wie vor ein umfassendes wissenschaftliches Werk zum Söldnerwesen per se. Vom viel gelesenen "Mercenaries: Soldiers of Fortune, from Ancient Greece to Today's Private Military Companies" von Michael Lee Lanning ist unter allen Umständen abzuraten. (Vgl. zu den Gründen hier.)

Statt dessen sollte zu Einzelmonographien für jede Epoche des Söldnerwesens gegriffen werden. Empfehlenswerte Werke sind unter anderem:

  • Einleitend sei unbedingt Michael Sikoras grundlegender Aufsatz "Söldner - historische Annäherung an einen Kriegertypus, in: Geschichte und Gesellschaft 29, 2003, Heft 2 [Themenheft: Der Krieger], S. 210-238".

Link

Der Podcast dauert 61 Minuten und ist 35MB groß Den Download-Link finden Sie hier.


Das Maschinengewehr als symbolischer Kristallisationspunkt der Modernisierung? (Ralf Raths, M.A.)

Einordnung

Der Podcast wurde mit dem Programm Audacity speziell aufgenommen. Der Vortrag wurde gehalten auf der Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte im Deutschen Historischen Museum am 25.10.2007-27.10.2007, Berlin. Der Titel der Tagung lautete "Die Waffe als militärisches Instrument und Symbol". Die hier präsentierte Version ist im Gegensatz zu gehaltenen Vortragsversion ca. 20min länger.

Inhalt

Die Erfindung des modernen Maschinengewehrs stellte die Militärs des ausgehenden 19. Jahrhunderts vor ein ernstes Problem: Die neue Waffe musste wahrgenommen, begriffen, eingeschätzt und adäquat in die militärischen Strukturen eingebaut werden. Die Erfindung einer Gewehrmaschine ist also eine sehr konkrete Manifestation der Herausforderungen der Modernisierung, der sich die europäischen Militärs dieses Zeitraumes gegenüber sahen.

Im Allgemeinen wird herrscht bezüglich dieses Prozesses das Bild vor, dass die Militärs nicht in der Lage und/oder willens gewesen seine, die Waffe richtig zu begriefen und einzusetzen - eine Fehlleistung, die in den verheerenden Frontalangriffen des Ersten Weltkrieges ihren sinnlosen Klimax fand.

Der Podcast untersucht die Entwicklung des MGs bis zum Ersten Weltkrieg und die damit zusammenhängenden Entscheidungsprozesse der deutschen militärischen Eliten auf die Stichhaltigkeit dieses Bildes hin und kommt zum Schluss, dass die Inkorporation dieser neuen Waffe durchaus wesentlich differenzierter und fundierter diskutiert wurde, als gemeinhin angenommen.

Literatur

Sich einem komplexen historischen Thema wie Modernisierungsbewältigung über ein konkretes Objekt anzunähern, erfordert mehrpfadige Suchstrategien.



  • Pfad 3 - Verknüpfung beider Aspekte: Den Brückenschlag zwischen Technikgeschichte und Sozialgeschichte schaffte 1975 das Werk von Ellis, John: The Social History of the Machine Gun, Baltimore 1975. Ellis betrachtet das MG nicht als Objekt im luftleeren Raum. sondern ordnet es in Nutzungszusammenhänge ein, welche wiederum Rezeptionszusammenhänge erzeugen, die ihrerseits auf die Entscheidungen der Eliten bzgl. zukünftiger Nutzungen zurückwirken.

Link

Der Podcast dauert 41 Minuten und ist 25MB groß. Den Link finden sie hier.

Die militärische Transformation 1660-1710 (Ralf Raths, M.A.)

Einordnung

Der Podcast wurde mit dem Programm Audacity speziell aufgenommen. Die Vorlesung, auf dem dieser Podcast basiert, wurde im Sommersemester 2007 im Rahmen der Ringvorlesung "Gewalt in der Weltgeschichte" gehalten. Die Änderungen vom Vorlesungsskript zum Podcastskript sind mittelmäßig, da die Vorlesung frei gehalten wurde und der Podcast Monate später formuliert wurde, beides aber auf den gleichen Notizen basiert.

Inhalt

Die Periodisierung der Militärgeschichte unterscheidet sich teilweise deutlich von der allgemeinen Geschichte und umfasst damit Wendephasen, die außerhalb der Fachwelt weithin unbekannt sind. Der hier vorliegende Podcast befasst sich mit so einer Wendephase, nämlich der Entstehung des modernen Militärs am Ende des 17. Jahrhunderts. Der Vortrag betont, wie wenig die Kämpfer der anderthalb Jahrhunderte davor mit der modernen Vorstellung von Militär zu tun hatten, obwohl diese schon zur allgemeingeschichtlichen Phase der Frühen Neuzeit zählten und oftmals als "Soldaten" von den "Rittern" des Mittelalters abgehoben werden. (Wobei hier ohnehin beide Summierungen unakzeptabel vereinfachend sind)

Literatur

Die zeitlich weit ausholende und systematisch bewußt breite Perspektive fasst diverse Aspekte gebündelt zusammen, was es schwer macht, ähnlich präzise Literaturtips zu geben, wie es bei den anderen Podcasts der Fall ist. Einführend sollte unbedingt Tallett, Frank: War and Society in Early Modern Europe, 1495-1715, London 1995 gelesen werden - ein sehr breit angelegtes, aber doch präzise argumentierendes, gut lesbares und anregendes Buch.

Weiterführend bietet sich dann der Tagungsband von Kroener, Bernhard R.; Pröve, Ralf (Hrsg.): Krieg und Frieden : Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit, Paderborn 1996 an, dessen facettenreiche Themenauswahl die Vertiefung in einige der im Vortrag genannten Einzelaspekte ermöglicht.

Link

Der Podcast dauert 17 Minuten und ist 16MB groß Den Download-Link finden Sie hier.

Externe Beiträge

Vorlesungen der Berkeley University of California

  • Sommersemester 2010:
The Peculiar Modernity of Britain, 1848-2000, Lecture 13: The Great War

Wintersemester 2009/2010:

Europe and the World: Wars, Empires, Nations 1648-1914
  • Wintersemester 2007:
The Peloponnesian War, and the Rise of Macedon, 431-338 BC
  • Sommersemester 2006/2007:
US History: The Spanish American War
US History: The Great War
US History: WWII: The War Economy
US History: WWII: Pacific Front
US History: WWII: The Good War?

Vorträge des Foreign Policy Research Institute

Materials from Teaching Military History, Why and How: A History Institute for Teachers, 9/29-30/2007

Materials from What Students Need To Know About America’s Wars, Part I: 1622–1919: A History Institute for Teachers, July 26–27, 2008


The New York Military Affairs Symposium


Anderes

  • Ein Vortrag des Historikers Robert M. Citino zur Entwicklung des Konzepts und Begriffes "Blitzkriegs".