OS(EDV): Unterschied zwischen den Versionen

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(Das Thema Sicherheit: Vista gelöscht)
(Die Wahl der Waffen oder: Geht das alles auch mit Linux, Mac OS und DOS 5.0?: DOS und xp gelöscht)
 
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Einfache Antwort: Ja, ja und nein. Das ist natürlich etwas überspitzt dargestellt, zeigt aber die Tendenz. Denn: Ja,  
 
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auch Betriebssysteme mit geringen Marktanteilen bieten grundsätzliche Voraussetzungen, solche Anforderungen zu  
 
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verdienen gleichen oft engagierte freiwillige Entwickler in solchen „Nischen“ aus und entwickeln kostenfrei  
 
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Programme, die manchmal eben nur für Linux, nicht aber für Windows erhältlich sind. Ja, auch diese Fälle gibt es,  
 
Programme, die manchmal eben nur für Linux, nicht aber für Windows erhältlich sind. Ja, auch diese Fälle gibt es,  
eines der prominenteren Beispiele ist das wirklich gute Brennprogramm [http://www.k3b.org k3b]. Und „nein“ bzgl. DOS 5.0: Ein gewisses Maß an Aktualität des genutzten Betriebssystems sollte schon gegeben sein, die meisten Programme benötigen zum Laufen mindestens Windows 2000 oder aktueller (XP, Vista). Auch aus Sicherheitsgründen sollten Sie keine Windows-Versionen mehr nutzen, die älter als Windows7 sind; insbesondere dann nicht, wenn Sie mit dem Gerät online sind.
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eines der prominenteren Beispiele ist das wirklich gute Brennprogramm [http://www.k3b.org k3b].
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Auch aus Sicherheitsgründen sollten Sie keine Windows-Versionen mehr nutzen, die älter als Windows 7 sind; insbesondere dann nicht, wenn Sie mit dem Gerät online sind.
  
 
===Was geht und was geht nicht===  
 
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Aktuelle Version vom 28. April 2014, 22:10 Uhr

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Eigentlich ist es schade, dass an dieser Stelle noch ein eigener Artikel zum Thema Betriebssysteme steht (stehen muss). Ideal wäre es, alle Programme wären in gleicher Form auf allen Betriebssystemen erhältlich und alle Betriebssysteme gleich intuitiv zu bedienen. Wir leben jedoch, was Betriebssysteme und Office-Pakete angeht, in einer quasi Microsoft-zentrierten Welt. Das hat Vorteile – man kann im Geschäft kaum versehentlich Software für das falsche Betriebssystem kaufen, es gibt tausende Internetseiten auf denen Microsoft´sche Fehler und entsprechende Lösungsansätze aufgeführt sind usw. – aber auch eine Menge Nachteile. Einer der größten: Sehr viele nützliche Programme sind eben nur für Microsoft Windows erhältlich, Mac-User und Linux-Enthusiasten bleiben oftmals außen vor.

Das beste Betriebssystem der Welt: N.N.

Es kann und soll an dieser Stelle nicht darum gehen, welches das bessere Betriebssystem ist oder sein könnte. Es soll vielmehr verdeutlicht werden, dass man bestimmte Gegebenheiten nicht mit Enthusiasmus und auch nicht mit guten Argumenten ändern kann. Eine davon ist, dass für Geisteswissenschaftler eine Windows-Installation in vielen Fällen noch eine absolute Notwendigkeit darstellt; es sei denn, man ist bereit auf etwas Komfort zu verzichten, zu experimentieren und sich von der Vorstellung, es gebe einen allgemein gültigen richtigen Lösungsansatz, zu lösen.

Das Anforderungsprofil: Was will der Historiker?

Der (angehende) Historiker erwartet von seinem PC zu recht, dass dieser a) zuverlässig arbeitet, b) einfach zu bedienen ist und ihm vor allem c) Arbeit abnimmt. Dies fängt bei der Textverarbeitung an, die Ausgaben für Tipp-Ex reduzieren soll, geht über Datenbanken, die Karteikarten (fast) überflüssig machen und endet (nicht wirklich) bei Literaturverwaltungen, die das Zitieren in mit der Textverarbeitung erstellten Dokumenten erleichtern sollen.

Die Wahl der Waffen oder: Geht das alles auch mit Linux oder Mac OS?

Einfache Antwort: Ja, ja und nein. Das ist natürlich etwas überspitzt dargestellt, zeigt aber die Tendenz. Denn: Ja, auch Betriebssysteme mit geringen Marktanteilen bieten grundsätzliche Voraussetzungen, solche Anforderungen zu erfüllen. Die fehlende Präsenz und die damit verbundene schlechte Voraussetzung für Softwarehersteller, Geld zu verdienen gleichen oft engagierte freiwillige Entwickler in solchen „Nischen“ aus und entwickeln kostenfrei Programme, die manchmal eben nur für Linux, nicht aber für Windows erhältlich sind. Ja, auch diese Fälle gibt es, eines der prominenteren Beispiele ist das wirklich gute Brennprogramm k3b. Auch aus Sicherheitsgründen sollten Sie keine Windows-Versionen mehr nutzen, die älter als Windows 7 sind; insbesondere dann nicht, wenn Sie mit dem Gerät online sind.

Was geht und was geht nicht

Eine kurze Auflistung gängiger nützlicher Programme mit Verfügbarkeit je nach Betriebssystem

Windows Linux Mac OS sonstige
MS Office ja nein ja iOS
OpenOffice.org ja ja ja FreeBSD, Solaris u.a., Android
Bibliographix ja ja ja keine
Citavi ja nein nein keine
Litlink ja nein ja keine
Abiword ja ja ja FreeBSD, Solaris
Papyrus ja nein ja keine
Textmaker ja ja nein FreeBSD, Android
Endnote ja nein ja keine
Synapsen ja ja ja keine
Evernote ja ja nein iOS, Android
Freemind ja ja ja keine
Irfanview ja nein nein keine
XNView ja ja ja FreeBSD, Solaris u.a.

Es lässt sich zweifelsfrei erkennen, dass die Verfügbarkeit von kommerziellen Produkten unter Mac OS oder Linux weit weniger ausgeprägt ist als unter Windows (geringe Verbreitung=geringe Absatzchancen, s.o.). Die Chancen, dass sich dies einmal grundlegend ändern wird, sind eher gering. Deshalb muss sich der Anwender also selbst kümmern und abwägen, was ihm zu welchem Zweck zu welchem Preis (und damit ist nicht nur zu zahlende Betrag für den Erwerb des Programms gemeint) sinnvoll erscheint.

Schneller Erfolg garantiert?

Deshalb muss am Anfang die Frage stehen: Möchte ich a) etwas möglichst schnell und komfortabel nutzen ohne mir große Gedanken zu machen, welche spezielle Software ich mir herunterladen muss? Oder bin ich b) experimentierfreudig und willens, Zeit zu investieren um dann eine individuelle und somit den eigenen Bedürfnissen angepasste Lösung zu finden? Es wäre zu einfach zu antworten: Wenn a) dann Windows, falls b) dann Linux oder Mac OS. In der Grundtendenz ist das aber nicht ganz falsch. Der „normale“ User hat bereits Windows-Kenntnisse und kennt sich mit den Gegebenheiten und Tücken des Betriebssystems einigermaßen aus. Er weiß, wie er ein Programm installiert und wieder deinstalliert. Auch wenn er nicht wirklich weiß, was er warum macht, weiß er zumindest doch was er nicht machen sollte (die meisten Menschen dürften nur ansatzweise wissen, wie ein Otto-Motor funktioniert, sind sich aber doch bewusst, dass man keinen Zucker in den Tank schütten sollte; Autofahren können sie trotzdem).

Es gibt somit, auch mit Blick auf die obige Windows-dominierte Liste der verfügbaren Programme, für ihn, den Normaluser, vordergündig kaum Argumente, das Betriebssystem zu wechseln (zumal man als Angehöriger der Universität Hannover fast jedes Microsoft-Betriebssystem kostenlos bekommen kann, eines der Hauptargumente für Linux also hier nicht greift). Ein Umstieg auf Mac OS oder Linux ist mitnichten so einfach und unkompliziert, wie es erscheinen mag. Wer an Windows gewöhnt ist, bringt nicht die besten Voraussetzungen für einen Umstieg mit, einige (unlogische) Verhaltensweisen gehen einem bei regelmäßiger Windows-Nutzung in Fleisch und Blut über, das macht es dann unter Linux umso schwerer. Und bei Mac OS ist es mit dem Betriebssystem selber auch nicht getan, hier muss gleich ein neuer Rechner her: Das Apple-Betriebssystem läuft ausschließlich auf Apple-Hardware.

Der langen Rede kurzer Sinn (mehr hier): Wenn Sie die Nase von Viren-Attacken, Sicherheitslücken und sporadischen sowie nicht erklärbaren Abstürzen voll haben und Linux oder Mac OS nutzen möchten, könnte ihre Arbeitsumgebung so aussehen (kostenfreie Software bevorzugt)

Windows Linux Mac OS
Textverarbeitung Word OpenOffice.org (Writer) Word/OpenOffice.org
Literaturverwaltung Bibliographix, Citavi Bibus, Zotero Litlink/Endnote
Mindmapping Freemind Freemind Freemind
Datenbank Evernote, Cuecards Tuxcards, Notecase Evernote, MacJournal, Mori
Bildbetrachter IrfanView XNView XNView
Browser Internet Explorer, Firefox, Opera Firefox, Opera Firefox, Opera, Safari
E-Mail Outlook (Express), Windows Mail, Thunderbird Thunderbird Thunderbird

Es geht also auch ohne Windows, wenngleich klar gesagt werden muss, in einigen Bereichen nur mit einigem Komfortverlust (gerade im Bereich Literaturverwaltungen; das aktuelle Microsoft Office für Mac OS hingegen halten einige Nutzer sogar für besser als jenes für Windows).

Das Thema Sicherheit

Schon wieder eine Grundsatzfrage: Ist Windows ein unsicheres Betriebssystem, und falls ja, bin ich mit Linux oder Mac OS besser dran? Fakt ist, Linux hat die restriktiveren Sicherheitsrichtlinien als Windows, wohlgemerkt jeweils im „Auslieferungszustand“. Das heißt, eine Standard-Desktop-Installation einer der bekannteren Distributionen (SuSE, Fedora, Ubuntu etc.), die mit wenigen Mausklicks ein lauffähiges System auf die Festplatte bringt, ist schon recht sicher gegen Angriffe von außen konfiguriert. Jedoch: Auch ein Linux-System kann man angreifbar machen, wenn man „möchte“, genauso kann ein Windows-System relativ sicher gemacht werden, indem man einige Regeln beachtet.

Fakt ist auch, dass für Linux und auch Mac OS kaum gefährliche Viren und Würmer existieren. Ob dies hauptsächlich am geringen Verbreitungsgrad oder der per se sichereren Systemarchitektur liegt, ist sicherlich diskussionsfähig, kann aber an dieser Stelle erst einmal als gegeben hingenommen werden. Allen diesen richtigen und wichtigen Argumenten steht jedoch immer der Unsicherheitsfaktor „Anwender“ gegenüber. Mit ein paar unbedachten Mausklicks, dem Herunterladen von Programmen aus dubiosen Quellen und dem sorglosen Öffnen von E-Mail-Anhängen kann man schnell jedes noch so sichere Betriebssystem auf die Probe stellen und letztlich „zu Fall“ bringen. So wie es wichtig ist, zu wissen, dass man keinen Zucker in den Tank des Autos kippen sollte ist es ebenso hilfreich zu wissen, dass (und warum) Bildschirmschoner im Anhang einer E-Mail nicht nur lustig sein können. So komplex das Thema Sicherheit unter Windows auch ist, mit drei "goldenen Regeln" ist ein guter Anfang gemacht:

  • Nicht mit Administratorrechten arbeiten
  • Die Windows-Firewall einschalten
  • Regelmäßig Sicherheitsupdates installieren (Auto-Updates einschalten; dazu)

Fazit

Um noch einmal zurück zur eingangs gestellten Frage zu kommen: Welches ist denn nun das beste Betriebssystem? Für geschätzte 99,5% aller MacOS-Nutzer ist es MacOS, für etwa 95,7% aller Linux-User ist es eben Linux und wahrscheinlich würde auch mindestens jeder zweite Windows-Nutzer behaupten, "sein" Betriebssystem sei das beste. Was hilft Ihnen das als Pragmatiker, der mit dem Computer arbeiten und keine Glaubenskriege in einschlägigen Computer-Foren anzetteln will? Vermutlich wenig bis gar nichts, deswegen belassen wir es einfach bei einem eher langweiligen aber in der Umsetzung dann umso spannenderen: Probieren Sie es selber aus!

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