Protoindustrialisierung

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Forschungsdiskurs und neue Perspektiven für die frühneuzeitliche Geschichte Der Artikel als pdf-Datei [1]

© Karl H. Schneider, Hannover 2003


Inhaltsverzeichnis

Der Forschungsdiskurs

Vor etwa 20 Jahren setzte eine wissenschaftliche Debatte ein, die langfristig zu einer wesentlich differenzierteren Bewertung ländlicher Verhältnisse führte, kurzfristig aber heftige Kontroversen auslöste und zugleich Anstoß für eine Fülle von Detailforschungen bildete. Am Anfang standen eine Regionalstudie und ein grundlegende Aufsatz von Franklin F. Mendels. In der Regionalstudie untersuchte er am Beispiel Flanderns das Zusammenwirken zweier unterschiedlich strukturierter ländlicher Regionen: Einerseits eine agrarisch orientierte, andererseits eine gewerblich strukturierte, die beide in einem ökonomischen Wechselverhältnis zueinander standen. Die Leinen herstellende gewerbliche Region war auf den Ankauf von Getreide aus der agrarischen Region angewiesen, die demzufolge einen wichtigen Markt für ihre Produkte fand, was gleichzeitig der Intensivierung der Landwirtschaft diente. Mendels sah damals besonders in der gewerblichen Region eine Vorstufe für die Industrialisierung. Dieser Forschungsansatz wurde wenige Jahre später in einer heftig diskutierten Studie über die „Industrialisierung vor der Industrialisierung“ theoretisch abgesichert und regional ausgeweitet. Unabhängig von der nach wie vor nicht ausgeräumten Skepsis, ob es sich bei den unterschiedlichen Formen ländlicher Gewerbetätigkeit um Vorläufer der Industrialisierung handelte, lassen sich aus der damaligen Studie, den folgenden Diskussionen und Studien doch einige bemerkenswerte Schlussfolgerungen über ländliche Strukturen ziehen. Sie lassen sich in aller Kürze folgendermaßen beschreiben:

Die ländliche Welt vor der Industrialisierung war spätestens seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts keineswegs mehr eine rein bäuerlich-statische, sondern sie war erstens durch einen sich kontinuierlich erhöhenden Anteil nichtbäuerlicher, gewerblich orientierter Bevölkerung gekennzeichnet und sie zwar zweitens in Teilbereichen dynamisch, d.h. von Wandel und Veränderung erfasst. Der nichtbäuerliche Bevölkerungsanteil nutzte zwar die Möglichkeiten ländlicher Subsistenzsicherung durch die Bewirtschaftung eigenen Landes, die Nutzung der Gemeinweiden und die Arbeit als Tagelöhner bei den bäuerlichen Betrieben, war aber gezwungen, diese durch zusätzliche Aktivitäten zu ergänzen, die sich einerseits aus dem lokalen oder kleinregionalen Kontext ergaben (Handwerker für den örtlichen Bedarf), in zunehmenden Maße aber durch überregionale Strukturen bestimmt wurden. Dabei konnten sich jeweils kleinregionale Muster ausbilden. Besondere Beachtung hat der nordwestdeutsche „Leinengürtel“ gefunden, da er am besten in das 1977 entwickelte Konzept der „Industrialisierung vor der Industrialisierung“ passt. Auffällig ist besonders bei den beiden wichtigsten nordwestdeutschen Varianten der außerlandwirtschaftlichen Existenzsicherung, dass sie auf internationalen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen beruhte.

Ökonomische Aspekte

Während die Leinenherstellung in internationale Handels- und Austauschbeziehungen integriert war, handelte es sich bei der Hollandgängerei um eine saisonale Wanderarbeit in die Niederlande. Beide „Hauptwege“ der gewerblichen Existenzsicherung in Nordwestdeutschland waren damit auf Rahmenbedingungen angewiesen, die nur in einem begrenzten Umfang in und von den Regionen beeinflussbar waren. Als der im Rahmen des Protoindustrialisierungsansatzes bedeutsamere Weg ist der der Leinenherstellung als Sonderweg der Textilherstellung untersucht worden. Der besondere Stellenwert der Textilherstellung ergibt sich aus der Kombination mehrerer Aspekte. Zunächst deshalb, weil in der früher einsetzenden englischen Industrialisierung die Textilherstellung einen zentralen Stellenwert einnahm, und somit es nahe liegend war, nach ähnlichen Prozessen in Deutschland zu suchen.

Sodann verdienen die eigentlichen Produktionsprozesse Beachtung, weil sie nicht nur in einem internationalen Zusammenhang gesehen werden müssen – ein nicht unbedeutender Teil des Leinens wurde exportiert – sondern sich spezifische Formen der Arbeitsteilung zwischen den Städten als Zentrum des Handels und dem flachen Land als Produktionsstandort herausbildeten.

Während also die Produktion des Leinens auf dem flachen Land stattfand, wurde der Handel von bürgerlich-städtischen Kaufleuten übernommen. Nur durch deren Zwischenposition gelang es, die Produkte auf einen internationalen Markt zu bringen. Die Beziehungen zwischen Produzenten und Händlern konnten in unterschiedlicher Weise geregelt sein, wobei das eigentliche Verlagssystem mit dem Händler, der den Produzenten die Rohware lieferte und das Fertigprodukt abnahm, nur vordergründig in stärkerem Gegensatz zum Kaufsystem stand, bei welchem der Produzent den Rohstoff (Garn) selbst beschaffte und dem Händler lediglich das fertige Produkt überließ.

Die ländliche exportorientierte bzw. exportabhängige Leinenweberei blieb dem ländlichen Milieu und Existenzformen verhaftet, denn die Weber konnten nur deshalb im internationalen Handel bestehen, weil sie aufgrund ihrer ökonomischen Absicherung durch die dörfliche Ökonomie zu sehr niedrigen Löhnen bzw. Preisen arbeiten konnten. Daraus folgerte auch, dass sie weiterhin in den saisonalen ruralen Arbeitsrhythmus eingebunden blieben und die gewerbliche Tätigkeit als Saisonarbeit betrieben. Neben den klein- und unterbäuerlichen Bevölkerungsgruppen traten aber durchaus auch Bauern als Produzenten auf, die die arbeitsschwachen Phasen im Jahr für einen zusätzlichen Verdienst nutzten. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts lassen sich Anzeichen dafür erkennen, dass sich die beschriebenen landwirtschaftlichen Bindungen aufzulösen begannen und die Leinweber zu nahezu vollständig gewerblichen Arbeiter mit einer minimalen agrarischen Grundlage wurden.

Demographische Aspekte

Neben den ökonomischen Aspekten verdienen die demographischen ebenfalls besondere Aufmerksamkeit. In den frühen Überlegungen der „Industrialisierung vor der Industrialisierung“-Studie gingen die Autoren noch davon aus, dass sich in den ländlichen Gebieten mit einer verstärkten gewerblichen Komponente ein anderes demographisches Muster nachweisen lasse als in den bäuerlichen Gebieten. Für letzteres ging man von einem Modell aus, welches dem „european marriage pattern“ entsprach und darin bestand, dass durch ein spätes Heiratsalter und eine begrenzte Zahl an Hochzeiten der Geburtenüberschuss relativ begrenzt blieb und damit ein angesichts begrenzter ökonomischer Ressourcen gefährliches schnelles Bevölkerungswachstum verhindert wurde. Demgegenüber, so die ursprüngliche Annahme, gab es in den protoindustriellen Gebieten ein stark abweichendes Verhalten, welches in frühen Hochzeiten und einer hohen Kinderzahl ebenso bestand wie in einer Zunahme der Ehen, da junge Familien nun nicht mehr darauf angewiesen waren, eine Hofstelle zu übernehmen, sondern ihre Existenz auf einen Webstuhl und eine kleine Mietwohnung gründen konnten. Dieses neue Heiratsmuster löste einen schnellen Bevölkerungszuwachs aus, der letztlich in die Industrialisierung mündete.

Kritik

Wir wissen inzwischen, dass diese relativ einfachen Modelle nicht einer komplexen Wirklichkeit entsprachen, aber jenseits aller mittlerweile notwendigen Differenzierung weisen sie darauf hin, dass die vorindustrielle ländlich-dörfliche Welt weder durch Uniformität noch durch Statik gekennzeichnet war. Die Art und Weise, wie die Menschen dieser Welt über ihre Zukunft entschieden, und das geschah nun nicht zuletzt mit der Heirat bzw. der fehlenden Möglichkeit zum Heiraten, belegt, dass es keineswegs eine einheitliche Form gab, sondern, abhängig von Regionen, ökonomischen Fakten und soziologischen Zuordnungen, verschiedene Wege gab, die sich einer vereinfachenden Bewertung entziehen.

Neue Perspektiven

Auch wenn sich manche der ursprünglichen Annahmen der Protoindustrialisierungs-Theorie nicht aufrechterhalten ließen, so bleibt das Verdienst dieses Ansatzes nicht nur, die weitere Forschung entscheidend angeregt zu haben, sondern auch, erneut auf eine Aspekte hinzuweisen, die zu leicht bei einer Bewertung dörflicher Verhältnisse übersehen wird. Sie zeigen, dass das Dorf der frühen Neuzeit keineswegs von Bauern dominiert war, sondern die unterbäuerliche Bevölkerung tatsächlich in der Überzahl war. Da sie nur über den Bruchteil des Bodens verfügte, musste sie auf gewerbliche Tätigkeiten ausweichen. Diese boten ihr die Chance, eine eigene Familie zu gründen, wobei dieser Weg davon abhängig blieb, ob die Rahmenbedingungen (Absatzchancen auf den internationalen Märkten) gewahrt blieben. Die ländliche Gesellschaft der frühen Neuzeit war zwar weiterhin in hohem Maße agrarisch geprägt, aber auch zugleich gewerblich. Erst die Kombination beider Erwerbsmöglichkeit sicherte den Menschen ihre Existenz, ermöglichte aber auch die Dynamik dieser Gesellschaft, die zudem in ein internationales System eingebunden war, ohne dessen Existenz die beschriebenen Phänomene nicht möglich gewesen wären. Dieses Bild einer gewerblich geprägten, in internationale Handelsbeziehungen eingebundenen ländlichen Welt kontrastiert mit unseren heutigen Vorstellungen vom vorindustriellen Dorf ebenso wie die engen Stadt-Land-Beziehungen, die mit diesem System ebenfalls verbunden waren. Ohne diese Beziehungen, die vor allem über die städtischen Händler organisiert waren, wäre das protoindustrielle Gewerbe nicht denkbar gewesen. Zudem zeigt die neuere Forschung, wie sehr auch die Städte in die Produktion mit eingebunden waren.

Die ursprüngliche Annahme eines neuen protoindustriellen Heiratsmuster konnte nicht bestätigt werden. Vielmehr gab es eine Fülle unterschiedlicher demographischer Systeme, die nicht allein von ökonomischen, sondern mehr noch von kulturellen Variablen abhängig waren. Damit wurde die starke regionale Komponente der frühneuzeitlichen Gesellschaft erneut bestätigt. Nicht die Untersuchung großer, sondern kleiner räumlicher Einheiten führt zu brauchbaren Ergebnissen. Allerdings ist damit für die Forschung die Herausforderung verbunden, sich über die Definition dieser Einheiten Gedanken zu machen. Eine Abgrenzung der Untersuchungsregionen kann über sozioökonomische Größen erfolgen, wie dies insbesondere bei der Protoindustrialisierungsforschung der Fall ist. Sie wird aber in der Forschungspraxis häufig territorialen Grenzen folgen, da innerhalb dieser entsprechendes, für eine statistische Auswertung nutzbares Quellenmaterial (registerförmige Quellen, Bevölkerungszählungen etc.) zur Verfügung steht. Allerdings zeigen gerade die neueren Studien auch, dass die mit dem Begriff der Protoindustrialisierung verbundene Vorstellung einer der Industrialisierung direkt vorgelagerten Phase dann zu Irritationen führt, wenn von einem direkten Übergang ausgegangen wird. Gerade auf der regionalen Ebene lassen sich vielmehr eher Brüche ermitteln, denn viele protoindustrielle Regionen verarmten, einige „re-agrarisierten“, wie schon Kriedte, Medick und Schlumbohm 1977 feststellten.



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