1830

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Carl Bertram Stueve: Ueber die Lasten des Grundeigenthums und Verminderung derselben in Ruecksicht auf das Koenigreich Hannover. Hannover 1830 (Seite 123-132) Als Volltext jetzt auch in Archive.org

NB: Bei den Fußnoten handelt es sich um die Originalfußnoten von Stüve.

34. Hildesheim

Seite 123:

"In aehnlichem Drucke, wiewohl unter verschiedenen Verhaeltnissen, steht das Fuerstenthum Hildesheim. Theilbares Eigenthum findet sich hier wenig, ausser vor Staedten, in Meierdingen und unter den Freigerichten, und dieses selten hoch beschwert. Gewoehnlich wird es mit Meierlande verbunden bewirthschaftet, und eine solche Verbindung ist unzertrennlich, wenn sie schon 1665 bestanden hat.[1]

In diesem Falle geniesst nicht selten der Meierherr Zinsen, die nur durch die Beihuelfe des freien Landes getragen werden koennen. Der Meierzins betraegt in der Regel 2 Himpten vom Morgen; bei zehnt- oder dienstfreiem Lande auch wohl 4 bis 5. Allein fast alles Land ist zehntbar, und die Dienstgelder sind nachmals bis auf die Hoehe von 52 Rthlr. getrieben, den Dienst aber haben die Gutsherren von der Ritterschaft in der Regel selbst, von andern Hoefen hat ihn die Cammer, die ueberhaupt noch Burgfesten und aehnliche Fuhren behauptet.[2] Die Lasten kann der Gutsherr nicht steigern; eben so wenig darf er den Hof theilen oder einziehen. Die Summe der Zinsen und Zehnten aber steigt nach dem Betrage des Zehnt- und Scheffelschatzes schon auf mehr als 211.000 Rthlr., und mit den Dienstgeldern wird sie leicht ueber das Doppelte der auf 150.277 Rthlr. erhoeheten Grundsteuer kommen. Frueher hatten die Pflichtigen

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nur 95.282 Rthlr. gezahlt; aber der vortreffliche Boden des Landes musste eine Grundsteuer, die nur den natuerlichen Zustand, nicht die Lasten beruecksichtigte, um ein bedeutendes heben. Die Hoefe haben meist die Groesse von 60 bis 120 Morgen; da aber auf jede Feuerstelle des Landes nur etwa 23 Morgen Acker und Wiesen gezaehlt werden koennen: so ist natuerlich eine grosse Anzahl der Landbewohner ohne Grundbesitz, oder bauet nur wenige Morgen. Die Meier sowohl als diese Koethner sind mit Gefaellen jeder Art so schwer belastet, dass ihnen in der Regel von den Hoefen kein anderer Vortheil bleibt,[3] als die Aussicht, ihre Arbeit gegen maessigen Tagelohn immer unterbringen zu koennen; und deshalb haelt man die Familien fuer die gluecklichsten, die im Stande sind; den ganzen Acker mit eigener Hand zu bauen, ohne Gesinde und Tageloehner bezahlen zu muessen. Ein grosses Uebel ist die verhaeltnissmaessige Kostbarkeit des Ackerbaues in diesem Lande, das etwa 14 Morgen Acker auf 1 Morgen Wiesen bei einem wenig graswuechsigen Boden hat. In den Jahren, wo die Kornpreise den niedrigsten Punct erreichten, waren die wenigsten Meier im Stande ihre bedeutenden baaren Ausgaben zu berichtigen. Man machte selbst das unentbehrliche, durch den Zehnten noch verringerte Stroh zu Gelde, streuete mit Laub, verbrauchte Ersparnisse gluecklicherer Zeiten, und verkaufte das etwa vorhandene Erbland, durch das die Hoefe bislang ihre Last getragen hatten, an die kleinen Gewerbetreibenden, deren Wohlstand minder zerruettet war, so lange die Leinengarnspinnerei noch einigen Ertrag gab. Am besten befanden sich damals die Holzgegenden des Amts Winzenburg, wo der Meier bei geringerer Belastung und kleinern Ackerflaechen Zeit hatte, selbst zu spinnen, und aus dem Holze durch Hauerlohn und Handel eiwas loesen konnte. Allein der gaenzliche Verfall der Spinnerei bringt nunmehr diese Classen in eine desto

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drueckendere Lage. Unter so ungluecklichen Verhaeltnissen liegt der Ackerbau dieses Landes, das durch die Aufhebung der an sich unbedeutenden Leibeigenschaft wenig erleichtert ist, und unfehlbar der Verarmung entgegengeht, wenn nicht die Verhaeltnisse des Bodens verbessert werden, so lange noch nicht alle Mittel dazu verloren sind. Was den Druck am meisten erzeugt, ist ausser der hohen Grundsteuer, der Meierzins, der Zehnten und der Dienst, und es ist nicht zu verkennen, dass wenn diese erleichtert und zugleich bei der Groesse der eigentlichen Ackerhoefe die Koethner in Stand gesetzt werden, durch Ankauf des Bodens, der jenen zum Theil zur Last ist, und mit kostbaren Gesinde und Tageloehnern bestellt werden muss, sich zu heben, ein gleichmaessigerer Wohlstand erreicht werden koenne. Unerlaesslich aber ist die Abstellung von Dienst und Zehnten, und zwar die gaenzliche Abstellung, da durch Verwandlung in Rente in der That wenig oder gar nichts gewonnen werden wuerde. Verschuldung scheint hier minder bedeutend, da der Verkauf des Hofes im Concurse seit langer Zeit ueblich ist.[4]

35. Calenberg.

Die Verhaeltnisse des Fuerstenthums Calenberg kann man mit diesen sehr aehnlich behandeln. Die Last der Dienste und mancherlei anderer Staatsabgaben ist noch hoeher. Oft ist der Gutsherr und die Cammer z u g l e I c h dienstberechtigt, die Meierzinsen betragen im Durchschnitt zwei bis drei Himpten vom Morgen. Theilkorn ist nicht selten, und Zehnten sind fast allgemein. Die Remissionem, die vor Alters erzwungen waren, wie in Wolfenbuettel, und bis zu Ende des vorigen Jahrhunderts hauptsaechlich das Problem erklaerten, wie ein Calenbergischer Meierhof bei fortlaufendem Dienst bestehen koenne,[5] werden heut zu Tage viel

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sparsamer bewilligt. Der Dienst der Cammer ist bis auf 104 Tage jaehrlich gebracht; wo dem Gutsherren gedient wird, pflegt dieselbe nur ausserordentliche Dienste, Quatemberfuhren, Landreisen, Jagdreisen, Muehlenfuhren, Burgfesten u.s.w. zu haben. In neuerer Zeit ist der groesste Theil dieser Dienste abgestellt, und die Dienstgelder pflegen ueber 30 Rthlr. zu betragen. Sehr bedeutend sind auch die sonstigen Cammergefaelle, Landschatz,[6] Herrenhafer, die aus alten Steuern erwachsen sind, und in einem Theile des Amtes Colbingen wird sogar der Scheffelschatz noch zum Vortheil der Cammer erhoben. Der Gutsherr kann den Hof einziehen, wenn er ihn selbst nothwendig zur Wohnung gebrauchen will; im uebrigen sind die Gefaelle nicht zu erhoehen, und die Besetzung vacanter Hoefe, die der Gutsherr nicht wieder unterbringt, steht den Beamten zu. Bei Concursen aber hat der Gutsherr das Recht, den Hof gegen Erstattung der Besserung an sich zu nehmen, wenn in Jahresfrist niemand ihn ueberbietet; und kann dadurch des Meiers Vermoegen an sich ziehen, weil bei einem ueberlasteten Hofe niemand die Besserung nach dem Werthe bezahlen kann. In neuerer Zeit ist Verkauf fuer die Schulden auch hier gewoehnlich geworden.

Wenn gleich hier auf die Feuerstelle 29 Morgen Land und Wiesen fallen, so ist doch die Zahl der Koethner, die weniger oder gar keinen Grundbesitz haben, sehr gross, da der Vollmeier 60 bis 200 Morgen zu besitzen pflegt. Diese Koethner pachten in der Regel einen Theil der Laendereien der Meier, und im siebzehnten Jahrhundert waren sie es beinahe allein, die den Acker bestellten.[7] Im uebrigen ist die groessere Masse von Wie-

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sengruenden und Forsten ein Vorzug des Landes vor Hildesheim, dem nur der suedliche Theil an Guete des Bodens gleichsteht. So erreichen die Meierzinsen und Zehnten auch nicht voellig die Hoehe wie in diesem Lande, da sie auf aehnliche Weise nur zu 180.000 Rthlr. angeschlagen werden koennen, wiewohl die Bodenflaeche Hildesheim um ein Achtel etwa uebertrifft. Die Grundsteuern haben den frueheren Betrag hier noch mehr ueberstiegen, doch mag an anderen Abgaben, zumal an Nebenanlagen, Einquartirung u. dgl. etwas gespart werden. Dass der Meier ebenfalls nur als Tageloehner angesehen werden koenne, ist ausgemacht. Eine Erleichterung wird, wenn die Meiergefaelle unveraendert bleiben, vorzueglich durch Zehnt- und Dienstabloesung, so wie durch Aufhebung der in die Cammercassen fliessenden alten Steuern bewirkt werden muessen. In manchen Gegenden scheint eine gaenzliche Abfindung der gutsherrlichen Praestationen, Dienste und Zehnten in Grund und Boden moeglich zu seyn, ohne die Hoefe deshalb unter das Maass herabzusetzen, welches zu Ernaehrung einer ackerbautreibenden Familie erforderlich ist. Auf jeden Fall wuerde die Verkleinerung zum Vortheile der Koethner gereichen, da schon jetzt das Anpachten einzelner Grundflaechen ein Beduerfnis zeigt, auf einer Seite den eigenen Bau der Hoefe zu verkleinern, auf der andern Ackerbau zu treiben, und eben dadurch wuerde den Gutsherren auch Gelegenheit gegeben werden, Laendereien, die ihnen abgetreten waeren, zweckmaessig zu benutzen.[8]Schwerlich aber wuerde allgemein diese Abfindung auszufuehren seyn, insbesondere in der Gegend der Weser, wo eine glueckliche Lage und Neben-

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gewerbe den Bauerstand in groesserem Wohlstande erhalten haben. Hoechst ungern tritt der Meier auch nur wenige Morgen ab, wenn ihn nicht die aeusserste Noth zwingt. Im noerdlichen Theile sind die Nebengewerbe, der Flachsbau, die Spinnerei und Weberei weniger bedeutend; eben deshalb aber druecken die hohen Geldbeduerfnisse den Landmann hier, wie im Hildesheimischen; auf seinem Boden, der durch Zehnten und Huetung ausgesogen, durch schwachen Viehstand nicht genuegend unterstuetzt wird, bauet er viel weniger Frucht als er sollte;[9] und nur durch Abstellung der Geldabgaben darf man hoffen, einigen Wohlstand hervorzurufen.

36. Lueneburg

Im Herzogthume Lueneburg war vormals sehr viel freies Eigenthum, und auch noch jetzt fehlt es nicht daran, zumal in dem suedlichen Theile; allein das Meierwesen ist durchaus vorherrschend und nirgends so strenge wie hier. Der Gutsherr darf keinen Hof einziehen und keinen Zins erhoehen; aber auch der Meier ist ungemein gebunden. Alles Land, das 1650 zum Hofe gehoert hatte, kann zu jeder Zeit vindicirt werden, und der Besitzer muss selbst die Fruechte erstatten; alles Land, das 50 Jahre beim Hofe gewesen ist, wird fuer Meierland gehalten; altes Erbland ist mit dem Hofe unzertrennbar verbunden. Den Glaeubigern, so wie den abgehenden Kindern, wird ausser dem Mobiliar und dem Werthe des Erblandes nur der halbe Tarwerth der Gebaeude und der ungeernteten Fruechte verguetet, von anderer Besserung nichts. Auch darf kein Meier zwei Hoefe besitzen.[10]

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Die Belastung ist auch hier im Verhaeltnis zum Boden sehr schwer, denn der groesste Theil des Landes ist hoechst unfruchtbar, zumal der innere und westliche Theil. Die Meierzinsen sind nicht von der Hoehe wie in den suedlichen Gegenden, und zu unregelmaessig, um auch nur einen Durchschnitt anzugeben. Im oestlichen Theile sind sie oft von alter Zeit her in Gelde bestimmt, und schon durch den gesunkenen Muenzwerth erleichtert. Desto schwerer drueckt der Zehnten, der in einzelnen Faellen mehr werth ist, als die ganze Feldmark; oft mit dem vierten oder dritten Theile und bei sehr schlechtem Boden selbst mit der haelfte des Ackers kaum verguetet werden kann.[11] Die Dienste haben hier, zumal in den oestlichen Gegenden, allerdings zu Zeiten den Character einer Verguetung fuer den Boden;[12] auch diese sind sehr hoch und drueckend. Spanndienste werden mit einem bis vier Pferden oder Ochsen bis zu drei Tagen woechentlich geleistet, Handdienste bis zu sechs Tagen woechentlich. Auch ungemessene Dienste kommen nicht selten vor, und wo der Dienst dem Gutsherrn geleistet wird, da pflegt das Amt noch Landfolge, Kriegerfuhr, Burgfesten und sonstige Extradienste, die man den gutsherrlichen Lasten gleichstellt,[13] zu nicht geringem Betrage zu nutzen. Bei den Dienstabstellungen sind die zu zahlenden Dienstgelder minder hoch ausgefallen als in Calenberg, da in der Regel die eigenen Haushaltslaendereien der Aemter, Kloester und Gueter minder bedeutend sind, als in den suedlichen Theilen des Landes.

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Der Bauerhof ist ebenfalls kleiner als in jenen Gegenden, und hat 60 bis 150 Morgen, auf besserem Boden weniger, auf schlechterem mehr; die kleinsten Hoefe sind von etwa 40 Morgen. Einstaendige Hoefe, die meist unter leichtern Bedingungen besessen werden, und manchmal den Werth von adlichen Guetern haben, sind die betraechlichsten, aber verhaeltnissmaessig wenige. Da auf jede Feuerstelle etwa 45 Morgen kommen, so ist die Vertheilung des Bodens zur Bevoelkerung nicht in unrichtigem Verhaeltnisse. Wie bedeutend die Meiergefaelle und Zehnten im Ganzen sind, ist nicht zu bestimmen. Aber da diese das Haupteinkommen der zahlreichen Gueter und Kloester ausmachen, und allein die der Domainen ueber 142.000 Rthlr. und mehr als 80.000 Rthlr. Dienstgeld steigen: so laesst sich die Hoehe des ganzen Betrages leicht ermessen.[14]

Die Grundsteuer von 290.023 Rthlr. ist gegen die frueheren nicht bedeutend erhoeht, da allein die Pflichtigen 251.000 Rthlr. zahlten, andere Steuern sind desto mehr gestiegen. Schon in den guenstigen Zeiten zu Ende des vorigen Jahrhunderts nahm man an, dass der verhaeltnissmaessige Wohlstand des Lueneburgischen Bauers nicht aus seinem Grundbesitze herruehre, als welcher in der Regel nicht einmal das zum Leben Erforderliche zu verschaffen vermochte; sondern, bei sehr grosser Frugalitaet, aus den eifrig betriebenen Nebengewerben. Unter diesen mag der Handel mit Holz, das theils die Hoefe selbst besitzen, und von dem der Meier das unfruchtbare zu eigenem freiem Gebrauche hat, das theils auch entwendet wird, Torf, Fuhrensaamen und Waldbeeren, so wie die Bienenzucht nicht verloren haben. Die Pferdezucht ist vielleicht gestiegen; Spinnerei und Weberei hat man sehr gefoerdert; allein auch hier stehen die ungluecklichen Cunjuncturen im Wege;

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eben so sehr wird das Frachtfuhrwerk, frueher eines der bedeutendsten Gewerbe, durch die Concurrenz anderer Strassen und selbst durch die Chausseen, die den Bedarf vermindern, gefaehrdet. Durch bessern Ackerbau mag hier manches geleistet und gewonnen werden koennen, zumal bei getheilten Gemeinheiten, und die Theilungen sind hier weiter fortgeschritten, als in den uebrigen aelteren Provinzen zusammengenommen.[15] Allein nicht zu gedenken, dass frueherhin der Boden fast nur durch Plaggenduengung im Bau erhalten wurde, und die Leichtigkeit der Viehzucht dem Landmanne vorzueglich zu Huelfe kam, steht hier der Zehnten auf drueckende Weise im Wege, und die Vorschriften der Theilungsordnung ueber die Behandlung desselben koennen zum Beweise dienen, dass es unmoeglich sey, durch halbe Maassregeln diesem Uebel abzuhelfen.

Eine Verbesserung der Besitzrechte, namentlich der Verkauf des Colonatrechts fuer die Schulden, wurde schon im vorigen Jahrhundert in keinem Theile des Landes so dringend gewuenscht als hier, wo die Gebundenheit den Glaeubiger entweder um das Seinige bringt, und dem Gutsherrn die Haelfte der Melioramente und Gebaeude zuwendet, oder zu Administrationen fuehrt, deren Verderblichkeit nicht gezeigt zu werden braucht. Eine Verbesserung dieser Besitzrechte wuerde dem Gutsherrn in der That gar nichts entziehen, dem Meier aber aufhelfen. Dann muss vor allen Dingen Zehnten und Dienste entfernt werden; allein eine Theilung des Bodens, die nicht selten bereits eingetreten und nach geschehener Gemeinheitstheilung fuer den Bauer in der Regel zu wuenschen seyn mag, wuerde eben so oft den Gutsherrn

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bei der zerstreuten Lage der Gutsherrschaften und der geringen Bevoelkerung des Landes beschaedigen. Nur da, wo Gutsherrschaften, Zehnt- und Dienstrechte sich ueber ein ganzes, nicht zu geringes Dorf erstrecken, kann mit beiderseitigem Vortheil diese Art der Abfindung angewendet werden, und dieser Fall ist schwerlich in der Maasse fuer die Regel zu halten, dass man auf Capitalabfindung nur ausnahmsweise zu recurriren haette. Eine Theilung der Holzungen, die zu den Meierhoefen gehoeren, und in denen der Meier fruchtbares Holz nicht ohne den gutsherrlichen Consens faellen darf, wenn er solche nicht mit andern Forsten in Verbindung setzen koennte."



Anmerkungen:

  1. Nach der Polizeiordnung
  2. Der Regel nach wird der Dienst als fructus jurisdictionis behandelt, vgl. Struben Jus. Vill. p. 227, wo ein Attest des Hofgerichts de 1732 ueber diesen Gegenstand mitgetheilt ist.
  3. Ueber die Hoehe der Lasten vgl. Landtags-Akten von 1829, Heft VII, p. 419. sq.
  4. Struben de jure Vill. Access. p. 512.
  5. Annalen der Churlande 1789, p. 828 sq.; vgl. 1790, p. 211.
  6. Dieser wird vorzueglich in den Aemtern in der Naehe von Hannover erhoben. S. Anhang.
  7. Vgl. Landtagsresolution de 1685, No. 8. bei Meiners und Spittler, Goett. Hist. Magazin IV, p. 538 sq. und Thaer’s Annalen der Niedersaechs. Landwirtschaft. I, No. 1.
  8. Vgl. ueber diese Moeglichkeit der Auseinandersetzung vor allem die Abhandlung des Herrn v. Lenthe. Annalen de 1793. 1. p.1 sqq. welche den vollstaendigen Auseinandersetzungsplan fuer das Dorf Lenthe enthaelt, und 1793, St. 3. p. 356 sq., wo dieser Plan, als den Gutsherren zu vortheilhaft, und die kleinen Leute zu wenig beruecksichtigend, bestritten wird.
  9. Nach dem Herrn von Lenthe erntet der Bauer nur das 5te bis 6te Korn, wo der Edelmann das 8te bis 9te hat.
  10. Vorzueglich Bestimmungen der Verordnung von 1699. Im uebrigen s. ueber die Statistik des Lueneburgischen Grundeigenthums, Thaer’s Annalen etc. I. Heft p. 15 sqq.
  11. Thaer 1. c. II, p. 234. Anmerk.
  12. Vgl. z.B. Struben Jus. vill. p. 255. Desgl. Pufendorf Animadvers. Juris. No. 25. Meyer ueber Herrendienste und deren Abstellung 1803; wo namentlich das Dienstwesen des Amtes Oldenstadt sehr speciell angegeben ist.
  13. Bei Thaer sind solche zu den gutsherrlichen Lasten gezaehlt und bei 9 Rthlr. 7 Ggr. 7 Pf. ordinairem Dienstgeld zu 8 Rthlr. angeschlagen.
  14. Die ganze fruehere Domanialgrundsteuer betrug 12.571. Die uebrige Exemtensteuer 15.007. Man darf also sicher den doppelten Betrag annehmen, wenn auch dies nicht genau zutrifft.
  15. In Lueneburg waren 1821 ueberhaupt 1.292.587 Morgen zur Theilung angetragen, und 311.186 getheilt. In den uebrigen Provinzen angetragen 215.657, und getheilt 42.317. Die Zahl der angetragenen und getheilten Gemeinheiten war dort 408 und 155, hier nur 97 und 24. Vaterlaendisches Archiv 1822. p.256.

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