7. Kompanie 2

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die hier digitalisierte Quelle ist ein sogenanntes Kompanietagebuch. Diese Kompanietagebücher waren halboffizielle Schriften, die zumeist durchaus von seiten der Kompanieführung angeregt und gefördert wurden, allerdings kein Teil des offiziellen Armeeschrifttums waren. Eine kritische Analyse der Ereignisse ist nicht zu erwarten; die einleitenden Worte des hier vorliegenden Kriegstagebuches verdeutlichen dies:

"Unerbittliche Ausbildung, feste Kameradschaft und der rechte kämpferische Geist, das sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Kampf! Nach diesen Grundsätzen aufgewachsen, bewies die Kompanie im Einsatz, daß sie ihren Namen zu Recht trug: "Eiserne Siemte!""

Ein Kriegstagebuch ist also, ganz im Gegensatz zu bspw. den erwähnten Kompaniegefechtsberichten, eine von vornerherein absichtlich nostalgisch-verklärende, bewußt subjektive Quellensorte. Dies ist bei der Arbeit an dieser Quelle stets präsent zu halten! Verschärft wird diese Problematik natürlich im Falle einer Quelle, die aus der Wehrmacht stammt und daher bzgl. eventueller ideologischer Einflüsse seitens des NS besonders kritisch geprüft werden muss.

Dieses Kriegstagebuch wurde unter dem Titel "Unsere Kompanie im Großdeutschen Freiheitskampf" 1941 in Den Haag gedruckt. Nachforschungen haben ergeben, dass die betreffende Druckerei sehr klein war und vornehmlich Aufträge wie Broschüren, Plakate und Handzettel in überschaubaren Mengen produziert hat, einem heutigen Copyshop nicht unähnlich. Es ist daher plausibel anzunehmen, dass das Werk nur in geringer Stückzahl erschien, vermutlich nur für die Soldaten der Kompanie, maximal des Bataillons, bestimmt und dementsprechend quantitativ begrenzt. Der Autor ist ungenannt.

Inhaltliches

Die behandelte Einheit ist die 7. Kompanie des II. Bataillons des Infanterieregimentes 26, das seinerseits wiederum Teil der 30. Infanterie-Division war. (Kurze Überblicke zu diesen Einheiten sind hier und hier zu finden.) Der behandelte Zeitraum reicht vom 24.08.1939 bis ca. zum 28.11.1940.

Handwerkliches

Das Tagebuch ist dem Historischen Seminar bereits als Fotokopie zugekommen.Es handelt sich dabei um jeweils rechte Seiten des Buches, die daher ungerade durchnummeriert sind. Ob die linken Seiten Fotos, text oder Weißraum enthielten, ist nicht bekannt. Das gesamte Dokument ist in 6 PDFs aufgegliedert worden. Diese Gliederung hat aber rein technische Gründe (der Dateiumfang sollte überschaubar bleiben) und ist von der Originalquelle nicht vorgegeben.

Die nicht verfremdetet Darstellung der im Text verwendeten verfassungsfeindlichen Symbole ist im Rahmen der Lernwerkstatt durch den Absatz 3 des §86 StGB gedeckt.

Das öffentliche Anbieten urheberrechtlich geschützten Materials ist von den Erben des Geschäftsführers der Druckerei genehmigt worden. Im Jahre 2011 läuft das Copyright aus.

Die Quelle

Deckblatt und Einführung
Teil 1 (Mobilmachung, Fall Weiß)
Teil 2 (Fall Weiß)
Teil 3 (Fall Gelb)
Teil 4 (Fall Rot)
Teil 5 (Paris)