AG Tutorium Teil 1

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Grundlegende Hinweise für das wissenschaftliche Arbeiten



In Ihren Tutorien werden Ihnen ausführlich die grundlegenden Techniken wissenschaftlichen Arbeitens vorgestellt. Diese Hinweise ersetzen kein Tutorium!


Grundsätzlich:

  • Vergleichen Sie Interpretationen in der Sekundärliteratur (d. h. benutzen Sie mehr als ein Buch / einen Artikel / Aufsatz o. ä. von einer/m AutorIn). Bei historischen Fragen gibt es in den meisten Fällen nicht „die Wahrheit“, sondern Wahrscheinlichkeiten, wie etwas gewesen sein könnte. Durch Sichtung und Interpretation der antiken Quellen können Sie Argumente gewinnen, um eine Sichtweise zu erhärten bzw. eine andere zu entkräften.
  • Fragen Sie sich bei der Lektüre von Sekundärliteratur immer, auf welche antiken Quellen sich ein/e AutorIn bezieht und wie er/sie zu seiner/ihrer Interpretation gekommen ist – wenn Sie eine Interpretation für fragwürdig halten, können Sie z. B. in der Hausarbeit Ihre Gegenargumente und Ihre eigene Interpretation vorstellen; wenn Sie auf verschiedene Forschungsmeinungen stoßen, können Sie im Referat thematisieren, auf welche antiken Quellen die AutorInnen zurückgreifen, wie sie zu ihrer jeweiligen Interpretation kommen und welche Argumente Ihrer Meinung nach stichhaltiger sind.
  • Seien Sie vorsichtig bei Wertungen, die v. a. in der älteren Literatur häufiger zu finden sind.
  • Auch wenn Sie zu einem Aspekt keine Informationen finden, kann das ein Ergebnis sein. Versuchen Sie aber herauszufinden, warum etwas in der Sekundärliteratur nicht vorkommt (hat es den/die AutorIn nicht interessiert? Hat er/sie etwas übersehen? Gibt esin den antiken Quellen Hinweise auf diesen Aspekt?)

Literaturrecherche:

  • Gehen Sie Fußnoten oder Literaturhinweisen in Büchern, Artikeln, Aufsätzen usw. nach.
  • Benutzen Sie Bibliographien und Datenbanken (z. B. L’ Année Philologique, Gnomon – ausführliche Informationen haben Sie in Ihren Tutorien erhalten, fragen Sie ggf. auch KommilitonInnen/die Bibliothekskräfte).
  • Nutzen Sie regionale und überregionale Bibliothekskataloge (Sie können z. B. Titelstichwörter, Schlagwörter oder Autorennamen suchen).
  • Vorsicht bei Internettexten! Versuchen Sie unbedingt, den/die AutorIn/UrheberIn ausfindig zu machen. Jede/r kann Daten ins Netz stellen, die ungenau oder sogar fehlerhaft sein können. Wenn Sie geprüfte Informationen aus dem Internet entnehmen möchten, zitieren Sie den Link und das Datum.
  • Das Internet eignet sich jedoch häufig gut, um weiterführende Literatur zu recherchieren (z. B. Bibliographien auf Homepages von DozentInnen, deren Namen Ihnen bei der Literatursuche aufgefallen sind und die u. U. noch mehr zu einem bestimmten Thema publiziert haben; Suchmaschinen, um unvollständige Literaturangaben zu recherchieren, etwa wenn nur der Titel eines Aufsatzes bekannt ist)
  • Sie werden sehr wahrscheinlich nicht alle für Ihr Thema relevanten Literaturtitel vor Ort finden – bestellen Sie rechtzeitig Fernleihtitel.


Schicken Sie Ihren Text unbedingt noch einmal durch ein Rechtschreib-Korrekturprogramm bzw. geben Sie ihn jemandem zum Korrekturlesen.


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