AG Tutorium Teil 5

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Hinweise zur Zitierweise antiker Quellen



Unbedingt anzugeben sind: der Name des Autors bzw. des Werkes (in Abkürzung, dazu s.u.) sowie die Angabe des Buches (kann je nach Autor auch wegfallen, dazu s.u.), des Kapitels und des Abschnittes des Textes.

Häufig werden für antike Autorennamen und Werke die Abkürzungen aus dem "Neuen Pauly" (am Anfang des ersten Bandes aufgeführt) verwendet. Allerdings werden Sie dort u.U. nicht alle Autoren und Werke finden.

Vermerken Sie am besten in Ihrer Hausarbeit (z. B. in einer Zeile unter der Bibliographie am Ende Ihrer Arbeit), nach welchem Abkürzungsverzeichnis Sie sich gerichtet haben ("Die Abkürzungen antiker Autoren und Werke folgen ...").

Neben dem Autor müssen Sie ferner, wenn vorhanden, in Abkürzung den Titel seines Werkes (bzw. in einigen Fällen nur den Werkstitel) sowie in arabischen Ziffern das Buch, das/die Kapitel und die Abschnitte zitieren.

Wenn Sie z. B. aus Plutarchs Ausführungen über Solon, Kapitel 21 zitieren wollen, schreiben Sie: Plut. Sol. 21.

Weitere Beispiele:

Hom. Il. 9, 10-14. bdt.: Homer, Ilias, 9. Gesang (es handelt sich um Dichtung), Vers 10 bis 14.
Thuk. 2, 51. bdt.: Thukydides, der Peloponnesische Krieg, 2. Buch, 51. Kapitel.
Paus. 1, 29, 1-3. bdt.: Pausanias, Reisen in Griechenland, 1. Buch, 29. Kapitel, Abschnitte 1-3.

Liegen weitere antike Quellen für den behandelten Sachverhalt vor, z.B. zu den Solonischen Aufwandsbestimmungen, so müssen diese ebenfalls aufgeführt werden, als Beispiel: Plut. Sol. 21, vgl. Demosth. or. 43,62; Cic. leg. 2,62-66. (Bitte achten Sie immer darauf, die Hauptquelle zuerst nennen und dann die Nebenquellen. Als Hauptquelle gilt nicht immer die ausführlichste, sondern die glaubwürdigste bzw. für die Analyse ertragreichste Quelle. Auch die zeitliche Nähe zum berichteten Ereignis kann für die Bewertung einer Quelle ausschlaggebend sein.)

In einer gelungenen Anmerkung schließt sich an den Quellennachweis der Nachweis der von Ihnen dazu benutzten Forschungsliteratur (Autor, Kurztitel, Seite) an. Also:

Plut. Sol. 21; vgl. Demosth. or. 43,62; Cic. leg. 2,62-66. Hierzu Engels, Funerum,77-96.

Wenn Sie mehrere Arbeiten der Sekundärliteratur zum fraglichen Sachverhalt benutzt haben, listen Sie diese, durch Semikolon getrennt, nacheinander auf. Dabei ist es am sinnvollsten, das Ihrer Meinung nach wichtigste (da ausführlichste, überzeugendste etc.) Werk zuerst zu nennen (es wäre aber auch möglich, erst die ältere Sekundärliteratur und zum Schluß die neueste zu nennen). Also:

Plut. Sol. 21,; vgl. Demosth. or. 43,62; Cic. leg. 2,62-66. Hierzu Engels, Funerum,77-96; s. auch Garland, Corpse, 1-15.

Wenn Sie an einem Punkt Ihrer Argumentation eine Position in der Forschungsliteratur gefunden haben, die von lhrer Deutung abweicht, sollten Sie dies ebenfalls in einer Fußnote kenntlich machen. Etwa so:

Anders: Engels, Funerum, 80. (hier können Sie noch knapp die abweichende Deutung in eigenen Worten wiedergeben).

In der Bibliographie am Ende der Arbeit müssen Sie die kompletten bibliographischen Angaben, der von Ihnen herangezogenen Ausgaben bzw. Übersetzungen zu den in den Fußnoten nachgewiesenen antiken Quellen in alphabetischer Reihenfolge auflisten. Dabei ist es wichtig anzugeben, welche Textausgabe und vor allem wessen Übersetzung Sie benutzt haben, also:

  • Marcus Tullius Cicero, de legibus, lat.u. dt., hg., übers. u. erläutert v. Rainer Nickel, Darmstadt 1994.
  • Demosthenes, Private orations: XLI-XLIX, with an Engl. Transl. By A.T.Murray, Cambridge 2004 (Reprint 1939).
  • Plutarch, Große Griechen und Römer. Bd. 1, Aus dem Griech. übertr., eingel. u. erl. v. Konrat Ziegler, München 1979.
  • Pausanias, Reisen in Griechenland. Gesamtausgabe in drei Bänden auf Grund der kommentierten Übersetzung v. Ernst Meyer, hg. v. Felix Eckstein, 3. vollständige Ausg., Zürich-München 1986.

In einem zweiten Bereich des bibliographischen Verzeichnisses müssen Sie außerdem sämtliche in den Fußnoten aufgeführte Sekundärliteratur vollständig auflisten:

  • Johannes Engels, Funerum sepulcrorumque magnificentia. Begräbnis- und Grabluxusgesetze in der griechisch-römischen Welt mit einigen Ausblicken auf Einschränkungen des funeralen und sepulkralen Luxus im Mittelalter und in der Neuzeit, Stuttgart 1998 (= Hermes Einzelschriften 78).
  • Robert Garland, The Well-Ordered Corpse, in: BICS 36, 1989, 1-15.

Hier ein korrektes Beispiel für den bibliographischen Anhang:



Literaturverzeichnis

1. Quellen

1.1. Textausgaben

Dies kommt nur in Betracht, wenn Sie Quellen in der Originalsprache verwendet haben.

1.2. Übersetzungen

  • Marcus Tullius Cicero, de legibus, lat.u. dt., hg., übers. u. erläutert v. Rainer Nickel,Darmstadt 1994.
  • Demosthenes, Private orations: XLI-XLIX, with an Engl. Transl. by A.T.Murray, Cambridge 2004 (Reprint 1939).
  • Plutarch, Große Griechen und Römer. Bd. 1, Aus dem Griech. übertr., eingel. u. erl. v.Konrat Ziegler, München 1979.

2. Sekundärliteratur

  • Johannes Engels, Funerum sepulcrorumque magnificentia. Begräbnis- und Grabluxusgesetze in der griechisch-römischen Welt mit einigen Ausblicken auf Einschränkungen des funeralen und sepulkralen Luxus im Mittelalter und in der Neuzeit, Stuttgart 1998 (= Hermes Einzelschriften 78).
  • Robert Garland, The Well-Ordered Corpse, in: BICS 36, 1989, 1-15.


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