Aktuelle Seminare (Alte Geschichte)

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Inhaltsverzeichnis

Lehrveranstaltungen Alte Geschichte im Sommersemester 2018

Die Vorlesung im Sommersemester 2018

"Polis und Civitas: Handlungs- und Denkräume antiker Kulturen" von Prof. Frateantonio

Di, wöchentl., 10:15 - 11:45, 10.04.20218 - 17.07.2018, Gebäude 1101, Raum F142

Antike Städte – polis im griechisch-sprachigen östlichen Mittelmeerraum und civitas im westlichen Mittelmeerraum sowie in Mitteleuropa – waren zentrale Orte politischer, kultureller und religiöser Identitäten und Identifikationen. In der Vorlesung werden exemplarische Felder anhand von „idealen“ Verfassungen (Plato, Cicero, Augustin), Kultur (v.a. Theater, Bibliothek) und Kult (v.a. Opfer, Feste) als Einrichtungen bürgerlicher Lebensformen vorgestellt. Der Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte der Antike inner- und außerhalb Europas wird anhand der prominenten Beispiele Athen, Rom und Jerusalem dabei ein eigener Platz eingeräumt.


Die Seminare im Basismodule Alte Geschichte im Sommersemester 2018

„Griechen, Römer, Barbaren: Das Bild der Anderen in antiker Historiographie" von Prof. Frateantonio

Mo, wöchentl., 15:00 - 18:00, 16.04.2018-21.07.2018, 1146 - B108
Das Seminar wird in die antike Geschichtsschreibung einführen und Fragen der Überlieferungsproblematik und Gattungszuweisung thematisieren. Als in der Antike populäre Narrative der Historiographie stehen Griechen, Römer und Barbaren im Mittelpunkt. Kaum ein Autor der griechischen und römischen Antike kam ohne die literarische Konstruktion eigener und fremder Identitäten aus, um eigene Geschichte zu erzählen. Die Funktionen eines solchen „Otherings“ variieren hierbei, je nachdem, welches Ziel mit dem jeweiligen Geschichtswerk verfolgt wurde: Der glorreiche gemeinsame Kampf der Griechen gegen ein feindliches, scheinbar übermächtiges „barbarisches“ Volk, als das Herodot die Perser schilderte oder aber die (sprachliche) Transformation der Wahrnehmung der Römer von barbarischen Herrschern über die Griechen zu deren Nachkommen in der Äeneas-Sage.
Für dieses Basisseminar gilt ein gesondertes Anmeldeverfahren! Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Website des Historischen Seminars unter der Adresse http://www.hist.uni-hannover.de/anmeldung_basismodule.html


„Das athenische Theater in sozialer Perspektike" von Dr. des. Elisabetta Lupi

Mi, wöchentl., 15:00 - 18:00, 18.04.2018 - 21.07.2018, 1146 - B108
In der unter dem Namen Xenophons überlieferten Verfassung der Athener beklagt sich der unbekante Autor über die athenische Demokratie, wo das Volk für angemessen halte, Geld zu bekommen, wenn es singt, während die Reichen immer ärmer werden. Angesprochen werden an dieser Stelle zwei Institutionen der athenischen Demokratie: einerseits die Choregie, und zwar die Ausstattung der Theaterchöre auf Kosten der wohlhabenden Athener, und das Theorikon, d. h. die Auszahlung von öffentlichem Geld für die Teilnahme an dramatischen Aufführungen. Die Choregie und das Theorikon zeigen die Bedeutung, die der Teilnahme an den Theateraufführungen für das Zusammenleben in Athen zugesprochen wurde. Das attische Theater wird in der Forschung als Ort der politischen Ausbildung angesehen, und zwar als Raum, der eine Diskussion über Werte und politische Entscheidungen und die Entschärfung von Konfliktsituationen ermöglichte. Das Theater sei als Ort zu verstehen, in dem die Athener über sich selbst, ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachgedacht haben, und die Teilnahme sei ein wichtiges Privileg des Bürgers. Das Seminar wird anhand ausgewählter Passagen aus Komödien und Tragödien verschiedene Aspekte des athenischen Zusammenlebens behandeln und einen Einblick in das soziale Leben einer antiken demokratischen Stadt geben.
Für dieses Basisseminar gilt ein gesondertes Anmeldeverfahren! Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Website des Historischen Seminars unter der Adresse http://www.hist.uni-hannover.de/anmeldung_basismodule.html




Die Vertiefungsveranstaltungen mit althistorischem Bezug im Sommersemester 2018

"Lachen in Athen. Die Funktion des Verspottens in der antiken Komödie" von Dr. des. Elisabetta Lupi

Di, wöchentl., 12:00 - 14:00, 17.04.2018 - 21.07.2018, 1146 - B112
Die namentliche Verspottung stellt ein wichtiges Merkmal der attischen Komödie des 5. Jh. dar. Losgelöst von dem politischen Kontext der ersten Aufführung waren laut Plutarch die Inhalte der alten Komödie unverständlich, so eng waren die Theaterstücke mit aktuellen Ereignissen verbunden. Nach dem unbekannten Autor der ‚Verfassung der Athener‘ waren es durchweg reiche, von vornehmer Geburt und mächtige Personen, die in der Komödie verspottet wurden. Einige der verspotteten Personen sind uns bekannt: Es handelt sich um berühmte Philosophen, Demagogen und Wahrsager, deren Lehre, politische Einstellung und fehlerhafte Einschätzungen auf der Bühne bloßgestellt wurden. Die Invektive bietet dem Althistoriker einen Einblick in die Art der politischen Kommunikation in einer antiken Demokratie. Aber welche Funktion hatte die Verspottung in Athen genau? Konnten die Aufführungen den Prozess der politischen Entscheidungen beeinflussten oder ähnlich wie bei dem karnevalistischen Spott nur innerhalb eines streng bestimmten Raum- und Zeitrahmen zur Entschärfung von sozialen Spannungen beitragen? Auf der Basis der Auseinandersetzung mit antiken Komödien und anhand von verschiedenen Forschungspositionen wird im Seminar der Frage nach der Funktion der namentlichen Verspottung nachgegangen.


"Römer in Britannien" von Dr. des. Peter Kehne

Do, 14-tgl., 14:00 - 16:00, 19.04.2018 - 21.207.2018, 1146 - B209
Das Seminar beschäftigt sich mit römischen Kontaktformen zu Stämmen in Britannien seit der späten römischen Republik, der sukzessiven römischen Eroberung bis zum 3. Jh. sowie Schaffung und Aufgabe der britannischen Provinzen.


Kolloquium im Sommersemester 2018

"Forschungskolloquium: Alte und Neue Welten" von Prof. Hohkamp und Prof. Wagner-Hasel

Di, 14-täglich, 18:00 - 20:00, 17.04.2018 - 21.07.2018, 1146 - B209
Das Kolloquium versammelt im Wesentlichen Vorträge von externen Experten und Expertinnen zu verschiedensten Bereichen der aktuellen Geschichtswissenschaft. Der Epoche übergreifende Ansatz des Kolloquiums ermöglicht es nicht nur klassische rezeptionsgeschichtliche Themen vorzustellen und über Zeiten hinweg reichende vergleichende Perspektiven zu eröffnen. Er erlaubt es auch zeitlich unterschiedlich fokussierte Forschungen über ihre jeweiligen methodisch-theoretischen Zuschnitte Anregungen für epochenspezifisches Arbeiten zu geben. Das Konzept des Kolloquiums „Alte und Neue Welten“ spricht aber nicht nur Epochen übergreifende Forschungen an, es eröffnet ebenfalls Raum und Disziplinen übergreifende Perspektiven. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Das Kolloquium findet in unregelmäßigen Abständen statt. Die Termine sind der Vorankündigung auf der Webseite des Historischen Seminars und den Homepages der für die Veranstaltung Verantwortlichen Prof. Dr. Michaela Hohkamp und Prof. Dr. Beate Wagner-Hasel zu entnehmen.



Examensseminare im Wintersemester 2017/2018

"Seminar Bachelorarbeit/Masterarbeit" von Dr. Kehne

Mi, 14-täglich, 17:00 - 18:00, 18.04.2018 - 21.07.2018, Raum B203
Examensseminar mit allg. Unterrichtseinheiten zum Zeit- und Projektmanagement für Prüfungsphasen (Pareto-, Eisenhower-Methode etc.) sowie individueller Betreuung von Abschlussarbeiten (auch bei Zweitgutachten).