Artillerie

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Dem Begriff Artillerie liegt eine lateinische Wortkunstruktion zugrunde: ars tellere, die "Kunst, in Kurven zu schießen".

Die Artillerie ist eine der drei klassischen Truppengattungen, neben Infanterie und Kavallerie. Sie beinhaltet alle Arten von Geschützen, von kleinen Geschützen für den Feldeinsatz mit wenigen Mann Bedienung und wenigen Hundert Kilo Gewicht, bis hin zu riesigen Eisenbahngeschützen mit Hunderten Tonnen Gewicht und mehreren Hundert Mann Bedienung.

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Sie enstand im Spätmittelalter als reines Belagerungswerkzeug, oftmals wurden die Kanonen erst vor Ort gegossen. Sie waren zumeist völlig immobil. Erst in der Frühen Neuzeit wurden Kanonen durch technische Verbesserungen, besonders auf dem Gebiet der Metallurgie, beweglich gemacht und damit für den Feldeinsatz tauglich. Schwere Geschütze für Belagerungen blieben natürlich weiter in Gebrauch. Im 19. Jahrhundert mit seinem Hang zu Klassifikationen unterteilte man daher zwecks genauer Differenzierung in Feldartillerie, Reitende Feldartillerie und Fußartillerie.

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Die Artillerie kennt zwei grundsätzliche Feuerarten: Das Steilfeuer und das Flachfeuer. Die in den Jahrhunderten unüberschaubar gewordene Modell- und Typenmenge an Geschützen (wie Kanone, Haubitze, Mörser) kann durch diese Grobeinteilung übersichtlicher gemacht werden.


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