Bajonett

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Sammelbegriff für Klingenwaffen, die an Gewehren befestigt werden können.

Auf den frühneuzeitlichen Schlachtfeldern entstand das Problem, dass die in immer größerer Zahl auftretenden Träger von Feuerwaffen gegenüber schnell vorgetragenen Angriffen (besonders durch Kavallerie) relativ schutzlos gegenüberstanden, weil ihre Feuergeschwindigkeit noch sehr gering war. Daher wurden sie durch Pikenträger begleitet, hinter die sie sich im einem solchen Fall zurückziehen konnten.

Da aber die Pikenträger wiederum während des Feuergefechtes untätig waren, suchte man nach einer Lösung, um beide Fähigkeiten in einer Waffe und somit in einem Kämpfer zu vereinen. Das Ergebnis war das Bajonett.

Anfangs handelte es sich im Prinzip nur um einen Dolch, dessen Griff so schmal gearbeitet war, dass er in den Lauf des Gewehres gesteckt werden konnte. So konnte der Soldat sein Gewehr immerhin schnell zur Stoßwaffe machen, allerdings nicht mehr damit feuern. Außerdem war die Befestigung eine eher improvisierte Angelegenheit, wirkliches Fechten war mit diesen sogenannten Spundbajonetten problematisch.

Altebajonette.bmp

Der endgültige Durchbruch gelang um 1700 mit dem Tüllenbajonett. Dieses wurde um den Lauf herum befestigt, so dass der Soldat Stoß- und Feuerkraft gleichzeitig zur Verfügung hatte.

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Moderne Bajonette werden zumeist mit Einrast-Schienensystem unter dem Lauf befestigt.

Bayonet.jpg

Das Bajonett spielte bis in den Zweiten Weltkrieg hinein ein wichtige Rolle auf den Schlachtfeldern, wobei sein Wert zumeist eher in seiner psychologischen Wirkung lag.

Battle of Ramillies, the 16th Foot charging the French Infantry.png

Briten 1706

Bayonet-charge-1250.jpg

US-Amerikaner 1862

French bayonet charge.jpg

Franzosen 1916


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