Datenbanken(EDV)

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Inhaltsverzeichnis

Datenbanken

Einleitung

In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über Datenbanken, also all jene Programme, die Ihnen helfen, Informationen strukturiert zu sammeln und zu verwerten.

Anwendungsgebiete

Einer der zentralen soft skills der fertig ausgebildeten Historiker ist es, große Mengen Daten (Fließtexte vor allem, aber auch Statistiken) schnell zu erfassen, zu verarbeiten und schließlich zu präsentieren. Datenbanken sind dazu probate Instrumente - im Studium nützlich, später bei größeren Projekten unumgänglich. Es ist also ratsam, sich so früh wie möglich mit diesen Programmen vertraut zu machen. Datenbanken können in diversen Szenarien eingesetzt werden:

Exzerpieren

Das Exzerpieren von Texten wird Geschichtsstudierenden sehr früh beigebracht - eine vernünftige Verwaltung der Exzerpte jedoch eher selten. Wohin mit den in Word/OpenOffice/WordPad getippten Zusammenfassungen? Oftmals werden alle in ein Textdokument gespeichert, was aber alles andere als übersichtlich und gegliedert ist. Ein Versuch, Ordnung in diese Textmengen zu bringen, ist dann oftmals, für jedes Exzerpt eine eigene Datei anzulegen, was das Problem eigentlich nur verschiebt. An dieser Stelle setzen Datenbanken an. Sie ermöglichen es, eine übersichtliche Struktur anzulegen (bspw. ähnlich dem Windows-Explorer-"Baum"), welche die verschiedenen Exzerpte übersichtlich, aber doch zusammenhängend gliedert. Mittels Datenbanken kann man also große Mengen rohen Materials in den Griff kriegen.

Wissensverknüpfung

Ein weiteres Problem der Ablage in Einzeldateien ist, dass sie keine übergreifende Suche erlauben. Aber es kommt sehr häufig vor, dass man in Buch Nummer 13 auf eine Begrifflichkeit oder eine Lehrmeinung stößt, die man in irgendeinem vorigen Buch schon mal gelesen hat - aber in welchem? Datenbanken erlauben es, alle Exzerpte auf einen Schlag schnell und flexibel nach Begriffen zu durchsuchen. So kann man sehr leicht Zusammenhänge zwischen verschiedenen Monographien herstellen und das wissenschaftliche Netzwerk dichter flechten. Sollte einem durch die kombinierten Exzerpte (die ein häufiges, weil schnelles Nachlesen fördern) die Wiederkehr bestimmter Schlüsselbegriffe oder -ideen auffallen, können Datenbanken sogar dazu führen, dass man auf diese Weise eine ganz neue Perspektive auf ein Thema gewinnt, die sonst verborgen geblieben wäre.

Datenverwertung

Manche der hier vorgestellten Datenbanken ermöglichen es, Daten leicht miteinander abzugleichen und auszuwerten - eine für Historiker sehr nützliche Sache, wenn man sie kreativ nutzt. Gerade bei der Auswertung von Quellen können die bei der Quellenbearbeitung gewonnen Standarddaten leicht mitprotokolliert und später dann mittels der Datenbank auf vielerlei Weise ausgewertet werden. Auf diese Weise kann man Quellen (aber natürlich auch anderen Datensätzen) ganze neue Erkenntnisse abringen.

Programme

Die hier vorgestellten Programme ähneln sich teils recht stark. Dies liegt in der Natur der Sache. Es werden trotz aller Ähnlichkeiten hier mehrere Programme vorgestellt, weil Anwender oftmals eine gefühlsmäßige Auswahl treffen und dazu eine genügende Auswahl haben sollen.


Keynote

Darstellung: Keynote ermöglicht die Anlage einer Baumstruktur für Texte, die wiederum sehr umfangreich angelegt werden können. Keynote wird oft als "Textverarbeitung mit angeschlossener Datenbank" bezeichnet. Die Optik ist recht karg gehalten.

Bewertung: Eine für Historiker sehr gut nutzbare Datenbank.

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Treepad

Darstellung: Ein sehr kleines Programm, das in der Freeware-Version auch nur einen kleinen Funktionsumfang bietet - nämlich das sortierte Ablegen von kurzen Texten.

Bewertung: Wenig Möglichkeiten, aber auch ein extrem kleines Programm - eine gute Lösung für Puristen und/oder leistungsschwache Notebooks.

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Zettelkasten

Darstellung: Ein umfangreiches Programm, das für die Erfassung und Weiterverarbeitung großer Mengen an Exerpten geeignet ist.

Bewertung: Zettelkasten bietet eine ganze Reihe von Funktionen. Von besonderem Interesse ist dabei die umfangreiche Möglichkeit zur Verschlagwortung, die ein sehr viel differenzierteres Suchen ermöglicht, als die einfache Volltextsuche. Dies ergänzt um die Funktion von Lesezeichen und die Möglichkeit, Suchergebnisse zu speichern und parallel zu verwenden, bietet ein ausgezeichnetes Instrumentarium, um die gesammelten Exzerpte auszuwerten. Diverse Anpassungsmöglichkeiten (Autokorrektur, intelligente Eingabe, Anpassung der Oberfläche, Schreibtischfunktion) erleichtern die Arbeit.

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Neomem

Darstellung: Von Optik und Funktionen Keynote recht ähnlich.

Bewertung: Eine für Historiker sehr gut nutzbare Datenbank.

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Cuecards

Darstellung: Von Optik und Funktionen Keynote recht ähnlich.

Bewertung: Im Prinzip ähnlich wie Keynote und Neomem, erweitert um größere Textformatierungsmöglichkeiten.

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