Die Adressaten Ihrer Arbeit

Aus LernWerkstatt Geschichte
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- Richten Sie Ihre Darstellung und Präsentation nach den Anforderungen Ihrer Adressaten.

- Beachten Sie, daß Sie beispielsweise Laien Informationen in einer anderen Art als Wissenschaftlern vermitteln müssen.

Dem Anfänger mag der Hinweis auf die Adressaten seiner Arbeit gleich zu Beginn dieser Einführung höchst überflüssig erscheinen, hat er doch zunächst vermutlich andere Probleme wie das Besorgen der richtigen Literatur (und welches ist denn überhaupt die „richtige“ Literatur?), die Auseinandersetzung mit dem Thema oder schließlich das Schreiben des Textes. Weshalb also schon gleich am Anfang die Frage nach den Lesern oder Zuhörern? Weil es sich um eine grundsätzliche und viel zu selten gestellte Frage handelt. Viel zu viele Hausarbeiten und Referate „ringen“ allein mit dem jeweiligen Thema, ohne auf die Leser oder Zuhörer Rücksicht zu nehmen. Dabei ist es von großer Bedeutung, daß die Ansprüche vom Dozenten und Kommilitonen in manchen Punkten von einander abweichen: erstere kennen das Thema und wünschen eine inhaltlich und sprachlich ansprechende Präsentation, letztere sind dagegen mit dem Thema nicht vertraut. Für die Dozenten ist es auch wichtig, ob die einschlägigen Quellen benutzt und die relevante Literatur gelesen wurde, die wichtigsten Forschungsergebnisse zum Thema bekannt sind.

Berücksichtigt man diese Überlegungen, so wird deutlich, daß neben der inhaltlichen Beherrschung eines Thema die sprachliche zumindest ebenso wichtig ist und deshalb entsprechend geübt und entwickelt werden muß. Hierzu gehört auch das Ausprobieren und Entwickeln unterschiedlicher Darstellungsformen und -stile, um später gezielt für unterschiedliche Zwecke Informationen so aufzubereiten, daß das jeweilige Ziel der Präsentation auch erreicht wird. Das Üben des persönlichen Stils, das Erkennen spezifischer Fehler, das Wissen, wo Gutes ausgebaut und weniger Gutes verbessert werden muß, gehört auch zu den Elementen von Seminare, Referaten und Hausarbeiten.

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