Einleitung

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Das Ziel dieses Abschnitts besteht darin, Ihnen erste Hilfen bei der Anfertigung schriftlicher Arbeiten zu geben. Wir zeigen Ihnen, wo Sie die benötigten Informationen bekommen, Sie erhalten Hinweise zur Arbeit in Bibliotheken, lernen, wie Sie wissenschaftliche Literatur bewerten und lesen können, bekommen Tips zum Bibliographieren und zur Anfertigung von Fußnoten, wie Sie Ihren Text strukturieren und schreiben können. „Handwerkszeug“ ist das alles, und so sehr es auch manchmal den Anschein haben mag, Selbstzweck zu sein, so dient es doch einem zentralen Anliegen von Historikern: anderen Menschen in einer verständlichen und der jeweiligen Situation angemessenen Form eigene Forschungsergebnisse mitzuteilen.

Der Text will Anfängerinnen und Anfänger an Arbeitstechniken heranführen, die im weiteren Verlauf des Studiums systematisch geübt und entwickelt werden müssen. Die Auseinandersetzung mit umfangreicher Literatur, mit den Feinheiten des Bibliographierens oder Zitierens mag manchmal anstrengend sein oder gar überflüssig erscheinen. Aber nur, wer diese Dinge gleichsam „im Schlaf beherrscht“, kann sich auf andere inhaltliche Dinge konzentrieren. Das bedeutet kein einfaches Nachahmen, sondern beinhaltet eine kritische Auseinandersetzung mit den vorgefundenen Informationen. Ein wichtiges wissenschaftliches Prinzip ist, alle Informationen kritisch zu bewerten. Die Autoren großer Werke mögen manchmal übermächtig wirken, dennoch sollten auch deren Aussagen überprüft werden. Anfänger sollten deshalb gezielt versuchen, ihre eigene Kritikfähigkeit zu entwickeln und zu trainieren. Das gleiche gilt für den schriftlichen und mündlichen Stil. Das geht nicht ohne Mißerfolge. Ein Benediktinermönch sagte unlängst während einer Klosterführung zu hannoverschen Geschichtsstudenten: Der Erfolg führt über die Blamage.

Das erwartet Sie in dieser Einführung:

- kurze, zusammenfassende Tips als Übersicht zum jeweiligen Thema verbunden mit - speziellen Hinweisen am Beispiel des Themas „Agrargeschichte der frühen Neuzeit“ und schließlich - vertiefende und ergänzende Anmerkungen.

Die Dreiteilung des Textes soll Ihnen helfen, sich besser zurecht zu finden, und Ihnen eine Art Leitfaden vermitteln.

Diese kleine Einübung ist entstanden aus der Arbeit in mehreren Proseminaren zur frühen Neuzeit. Den dabei beteiligten Studenten, besonders aber den jeweiligen Tutoren gilt mein Dank für Ihre Mitarbeit, Kritik und Unterstützung. Dies gilt besonders für Kirsten Rüther, Kai Werner Fajga, Stefanie Schröder, Gudrun Heuschen, Inga Annecke. Dank gilt auch meinen Kollegen Katharina Colberg und Carl-Hans Hauptmeyer.

Diese zweite „Version“ enthält lediglich einige kleinere Korrekturen und neue Internetadressen. Hinweise nehme ich gern entgegen.

Und hier geht es weiter Die_Aufgabe