Gewerkschaften Ilsede

Aus LernWerkstatt Geschichte
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zur Rolle der Gewerkschaften

"In die Gewerkschaft einzutreten, das gehörte eben dazu, das war automatisch. Für die Arbeiter muß ja was getan werden, das kann kein Mann allein, das kann nur der Betriebsrat, und der kann nur so stark sein durch eine Gewerkschaft."

"Die Hütte war fast zu 100 % organisiert. Wenn man auszubrechen versuchte, gab es Ärger. Das konnte man sich nicht erlauben. Das war das Schlimmste ... es liegt an den Leuten, die nicht wissen, wo die Grenzen sind und wie man mit Leuten umgeht, die auf einem hohen Roß sitzen, weil sie eben gut organisiert sind und sich schon als Arbeitgeber fühlen."

"Ich bin über 45 Jahre in der Gewerkschaft gewesen, aber vor ein paar Jahren ausgetreten, als die Neue Heimat pleite machte. Die haben mit dem Geld nur so rumgeschmissen. Wir mußten früher immer 1% von unserm Einkommen bezahlen und die Rentner 5 oder 10 DM, nun sollten die Rentner aber auch 1% bezahlen, das habe ich nicht eingesehen."

"Es gab Lohnerhöhungen oder irgendwelche Vergünstigungen auch für die, die nicht in der Gewerkschaft waren, man hatte kaum mehr einen Vorteil, aber man war eben da drin, man gehörte dazu."

"Bevor ich überhaupt meine Laufpapiere kriegte, hieß es: Sind Sie in der Gewerkschaft drin ja oder nein? Bei uns müssen Sie schon in der IG Metall sein. Also das war ganz automatisch, wer hier anfing, der kam auch in die Gewerkschaft."

"In der Lehrwerkstatt und dann im Betrieb, da war es nicht Pflicht, aber ich kenne keinen, der in der Lehrwerkstatt war, der nicht in der Gewerkschaft war."


Zurück zur Erinnerungen