Globale Verflechtungen

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Übersicht

Das Modul ermöglicht die exemplarische und historisch vergleichende Untersuchung von Voraussetzungen und Formen global verflochtener Beziehungen in und zwischen Regionen des Nordens und des Südens und zwischen Ost und West. Indem es Phänomene des (ungleichen) Austausches und dauerhaften Kontaktes zwischen den Weltregionen in den Blick nimmt, die sich im Verlauf der neuzeitlichen Geschichte zunehmend beschleunigt haben, greift es auch Forderungen auf, gegenwärtig beobachtbare Globalisierungsprozesse auf ihre historisch-räumliche Reichweite hin zu untersuchen. Dies kann sowohl auf der Ebene historisch-empirischen Arbeitens als auch in kritischer Auseinandersetzung mit historischen Globalinterpretationen und theoretischen Erklärungsansätzen erfolgen.

Das Modul macht darüber hinaus mit dem Methodenspektrum vertraut, dessen sich globalgeschichtliche Zugänge bedienen: Konstitutiv ist der Blickwechsel, der es erlaubt, historische Phänomene aus geographisch wie sozialräumlich ungewohnter Perspektive zu betrachten. Typisch ist darüber hinaus die Verschränkung struktur- und erfahrungsanalytischer Methoden, um die Wechselseitigkeit historischer Prozesse und Handlungsstrategien im räumlichen wie sozialen Sinne zu erschließen. Nicht zuletzt wird das methodische Repertoire der Globalgeschichte inspiriert durch populärkulturelle Ansätze, die danach fragen, welche historischen Veränderungsprozesse die Bewegung und der Austausch von Menschen, Gütern und Ideen auf dem Gebiet der Ausdrucks- Deutungs- und Wahrnehmungsformen generiert haben. Das Studium des Moduls „Globale Verflechtungen" erlaubt darüber hinaus die Bildung thematischer Schwerpunkte im Themenfeld transregionaler und transkultureller Beziehungen, wie z.B. Beziehungen zwischen lokal verfassten und staatlichen Einheiten oder Einblicke in den Wandel von Geschlechter-, Familien- und Generationenverhältnissen.