Kürassier

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Frühneuzeitliche und neuzeitliche Bezeichnung für speziellen Kämpfertypus der schweren Kavallerie. Der Begriff führt deshalb oft zu Verwirrungen, weil er im Gegensatz zu anderen Typenbezeichnungen wie z.B. Dragoner durch die Jahrhunderte nicht immer einen gleichen, sondern sehr verschiedene Kämpfertypen bezeichnete.

Um 1500, als der Begriff aufkam, bezeichnete er im Prinzip einen Lanzierer, also einen vollgeharnischten Reiter mit Lanze. Beide Begriffe wurden genutzt.

Bereits Ende des 16. und im 17. Jahrhundert bezeichete der Begriff aber deutlich leichter gerüstete Kavalleristen mit Pistolen, die vornehmlich in der Caracole kämpften.

Im 18. und 19. Jahrhundert bezeichnet der schließlich bezeichnet er wiederum (für diese Zeit) recht schwer gerüstete Reiter, die primär mit dem Säbel kämpften.

Kürassier.jpg

Ein Kürassier aus dem frühen 17. Jahrhundert. Die Pistolen stecken in Holstern.


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