Knechtische Rüstung

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Im Gegensatz zu den immer geschlossener, massiver und schwerer werdenden Rüstungen der Panzerreiter des Mittelalters, wurden die Rüstungen zu Beginn der Frühen Neuzeit wieder leichter und reduzierter. Grund hierfür war eine Mischung aus pragmatischen und ökonomischen Aspekten: Eine immer massiver werdende Rüstung behindert den Träger irgendwann viel zu stark als, dass er noch sinnvoll kämpfen könnte, außerdem steigt der Preis immer weiter. Gleichzeitig nimmt aus physikalischen Gründen die Schutzwirkung kaum noch zu.

Da in der Frühen Neuzeit die Heere durch politische, militärische und soziale Entwicklungen immer größer wurden, mussten nun ein Mittelweg gefunden werden, diese oft ungeschulten und armen Kämpfer so zu rüsten, dass die Rüstungen den nötigen Schutz boten, nicht behinderten und bezahlbar blieben. Das Ergebnis war die sogenannte Knechtische Rüstung, eine Sammlung von in Serienproduktion hergestellten Rüstungsteilen, die je nach Geldbeutel kombiniert werden konnten.

Knechtische Rüstung.jpg

Historisierende Darstellung aus dem 19. Jahrhundert

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