MA Bibliographie

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Inhaltsverzeichnis

Grundsätzliches zur Titelaufnahme

Monographie

Eine Monographie ist ein Buch das durchgehend von einem Autoren oder Autorenteam verfasst wurde. Diese Form der Publikation nennt man auch selbstständige Publikation. Zitiert wird wie folgt:

Name, Vorname ausgeschrieben [Doppelpunkt oder Komma] Buchtitel [Doppelpunkt oder Punkt] Vollständiger Untertitel [Punkt oder Komma] Verlagsort(e) [Komma oder ohne Komma] Jahr [abschließender Punkt]

Beispiel: Angenendt, Arnold: Heilige und Reliquien. Die Geschichte ihres Kultes vom frühen Christentum bis zur Gegenwart. München 1994.

Aufsätze

Aufsätze oder nichtselbstständige Publikationen können in Zeitschriften oder in Sammelbänden erscheinen.

Zeitschriftenaufsätze

Name, Vorname ausgeschrieben [Doppelpunkt oder Komma] Aufsatztitel [Punkt oder Komma] Vollständiger Untertitel [Punkt oder Komma] In/in [Doppelpunkt] Zeitschriftentitel Bandnummer (Jahr) [Komma] Seitenzahlen des Aufsatzes [abschließender Punkt]

Beispiel: Hiestand, Rudolf: Chronologisches zur Geschichte des Königreiches Jerusalem im 12. Jahrhundert, in: Deutsches Archiv 26 (1970), 220-229.

Aufsätze aus Sammelbänden

Name, Vorname ausgeschrieben [Doppelpunkt oder Komma] Aufsatztitel [Punkt oder Komma] Vollständiger Untertitel [Punkt oder Komma] In/in [Doppelpunkt] Vorname Name des Herausgebers / der Herausgeber des Sammelbandes (Hrsg./Hg.) [Doppelpunkt oder Komma] Titel und Untertitel des Sammelbandes [Punkt oder Komma] Ort [Komma oder kein Komma] Jahr [Komma] Seitenzahlen des Aufsatzes [abschließender Punkt]

Beispiel: Spreckelmeyer, Goswin: Zur rechtlichen Funktion frühmittelalterlicher Testamente, in: Peter Classen (Hg.): Recht und Schrift im Mittelalter, Sigmaringen 1977, S.91-113.

Lexikonartikel

Eine Sonderform der unselbstständigen Publikationen sind Lexikonartikel. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, ob sie Seiten- oder Spaltenzahlen haben. HRG und LMA (auch LexMA abgekürzt) haben Spalten, auf jeder Seite zwei.

Vorname Name des Autors [Doppelpunkt oder Komma] Stichwort/Stichworte des Artikels [Punkt oder Komma] In/in [Doppelpunkt] Gängige Abkürzung (= Titel des Lexikons) Bandnummer (Jahr) Seiten- oder Spaltenzahlen [abschließender Punkt] Beispiele: Stolleis, M.: Oktroi, oktroyierte Verfassung, in: HRG (= Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte) 3 (1984) 1230-1231.

Lindgren, U.: Armut und Armenfürsorge. Soziologie, in: LMA (= Lexikon des Mittelalters) 1 (1980) 984-986.


In vielen Fällen lassen diese Zitierschemata die Wahl zwischen verschiedenen Interpunktionszeichen. Es ist hierbei allerdings wichtig eine einmal getroffene Wahl konsequent beizubehalten.


Ergänzungen

Reihentitel

Oft erscheinen Monographien oder Sammelbände als Teil einer Reihe. Den Reihentitel anzugeben ist optional, falls man sich dazu entscheidet ist es wichtig hier nichts mit der Zitierweise von Sammelbänden zu verwechseln, wie das folgende, falsche Beispiel zeigt:

falsch: Berg, Dieter: Armut und Geschichte. Studien zur Geschichte der Bettelorden im hohen und späten Mittelalter, Kevelaer 2001. In: Saxonia Franciscana, Bd.11.

richtig: Berg, Dieter: Armut und Geschichte. Studien zur Geschichte der Bettelorden im hohen und späten Mittelalter. Kevelaer 2001 (= Saxonia Franciscana Bd.11).

Der Reihentitel wird also direkt nach dem Jahr und vor dem abschließenden Punkt in der folgenden Form eingefügt: (= Reihentitel Bandnr), falls das Zitat Seitenzahlen enthält, dann kommen diese nach dem Reihentitel. Der Herausgeber einer Reihe wird nie mit angegeben.

Die Angabe der Reihe ist optional; wer das Schema nicht sicher beherrscht sollte sie lieber weglassen um Verwechslung mit Sammelbänden, wie oben gezeigt, zu vermeiden.

Auflage

Wenn von einem Buch nicht die Erstauflage verwendet wurde, muss dies angegegeben werden. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: (2) 2000 (2.Aufl.) 2000 ,2. Aufl., 2000 22000 Falls es sich um eine erweiterte (erw.) oder verbesserte (verb.) Neuauflage handelt, so muss dies auch angegeben werden. Wenn die Erstauflage sehr lange zurückliegt kann man sie ebenfalls angeben, z.B.: (2.erw.Aufl.) 2000 [11971]

Abkürzen

Mehr als drei Autorennamen oder Verlagsorte können abgekürzt werden indem man den ersten mit dem Zusatz u.a. (und andere) nennt. Bei bis zu einschließlich drei Autorennamen oder Verlagsorten muss jeder einzelne angegeben werden. Akademische Titel werden nie mit angegeben.

Wenn der Autor eines Aufsatzes auch der Herausgeber des Sammelbandes ist, dann kann an der Herausgeberstelle Ders. (Derselbe) oder Dies. (Dieselbe) stehen.

Diverses

Wenn Angaben zum Autor, Ort oder Jahr im Buch selbst fehlen, so schreibt man stattdessen [-] oder [Anon.] (Anonym) für den Autor und [o.O.] (ohne Ort) und [o.J.] (ohne Jahr) jeweils. Fehlen Ort und Jahr, so schreibt man [o.O.u.o.J] (ohne Ort und ohne Jahr). Wenn eine dieser Angaben aus einer anderen Quelle bekannt ist, dann setzt man sie in eckige Klammern um anzuzeigen, dass die Angabe nicht im Band selbst enthalten ist.

Quelleneditionen haben normalerweise Bearbeiter anstatt Herausgebern, dies kürzt man durch (Bearb.) ab. Gerade bei Quelleneditionen oder auch Enzyklopädien ist der Orientierungspunkt oft nicht der Herausgeber/Bearbeiter sondern der Titel des Bandes. Dann kann man den Titel vorziehen und den Herausgeber nachstellen:

Die Urkunden Friedrichs II. 1198-1212, bearb. von Walter Koch, Klaus Höflinger und Joachim Spiegel. Hannover 2002 (= Monumenta Germaniae Historia, Diplomata regum et imperatorum Germaniae XIV/1).

Dies ist ebenfalls optional; es ist kein Fehler wenn man es lässt. Dissertationen und Habilitationen werden gekennzeichnet durch die Angabe der Fachrichtung (z.B. phil., theol., jur., etc.) und den Zusatz Diss. bzw. Habil. Bei maschinengeschriebenen Dissertationen/Habilitationen (bis in die 50er üblich) kann dies durch den Zusatz [masch.] (Maschinengeschriebenen) kenntlich gemacht werden.

Seitenzahlen

Die Seitenzahlen die in der Bibliographie angegeben werden beziehen sich immer auf einen ganzen Aufsatz, nicht nur auf den benutzten Teil. Die Seitenzahlen die in den Fußnoten angeben werden bezeichnen die Seiten auf die sich die Fußnote bezieht. Die Seitenzahlen müssen hierbei immer eindeutig angegeben werden, also S.10-20, nicht S.10ff. oder passim. Eine Ausnahme hiervon wäre S.10f., was gleichbedeutend ist mit S.10-11.