MA Die Hilfswissenschaften

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Der gesamte Komplex der sogenannten Hilfswissenschaften orientiert sich an dem maßgeblichen Werk hierzu:

Brandt, Ahasver von. Werkzeug des Historikers. Stuttgart, Berlin, Köln 1998.

Dieser Titel wird an dieser Stelle dringend zur Anschaffung empfohlen, auch wenn im folgenden eine Zusammenfassung der einzelnen Hilfswissenschaften geliefert wird.

Um der historischen Wissenschaft Rechnung zu tragen bedarf es der Beherrschung einiger "handwerklich-methodischer" Fähigkeiten. Diese haben eher dienenden Charakter, bilden aber dennoch eine Grundvoraussetzung für die Forschungsarbeit eines Historikers.

Zunächst einmal kann alles als historische Hilfswissenschaft angesehen werden, was zur Klärung historischer Sachverhalte beiträgt. Dies kann sowohl Atomtechnik als auch allgemeine Forstwirtschaft sein. Für die Bearbeitung eines wissenschaftlichen Themas kann die Kenntnis anderer, auch technisch wissenschaftlicher Zweige, unerlässlich sein. Diesen Wissenschaften, die je nach Anlass Anwendung finden, stehen die eher grundsätzlichen historischen Hilfswissenschaften gegenüber. Sie sind dauerndes Werkzeug eines Historikers und können bei der fundierten Bearbeitung eines Themas nie ausgeklammert werden. Hierzu zählen:

a) Historische Geographie

b) Chronologie

c) Genealogie

d) Allgemeine Quellenkunde

e) Paläographie

f) Urkunden- und Aktenlehre

g) Heraldik

h) Sphragistik

i) Numismatik


Selbstverständlich ist es notwendig, die einzelnen Philologien (klassische Philologie, Anglistik, Romanistik, Germanistik, etc.) zu den historischen Hilfswissenschaften dazuzuzählen. Sie sind der Kern der Geschichtswissenschaft.

Die o.a. neun Hilfswissenschaften werden nun einzeln erläutert. Bedenken Sie bitte auch, dass diese Hilfswissenschaften nicht speziell und ausschließlich das Mittelalter betreffen. Gerade auch für die Zwischenprüfung sollten Sie mit den Begriffen etwas anfangen können.