MA Hausarbeiten

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Es begab sich aber zum Semesterende, dass ich eine Hausarbeit verfassen sollte. Wie verhält es sich mit den Formalia, sind die tatsächlich so sonderbar? Anleitung für Verzweifelte und solche, die es nicht werden wollen...

Inhaltsverzeichnis

Einteilung

  • I. Deckblatt
  • II. evtl. Abkürzungsverzeichnis
  • III. Inhaltsverzeichnis
  • IV. Einleitung
  • V. eigentlicher Text/Mittelteil
  • VI. Schlusswort/Zusammenfassung/Fazit
  • VII. Bibliographie (Quellen- und Literaturverzeichnis)

Was sonst noch zu beachten ist

Format

Seitenränder nicht vergessen! Üblich sind:

  • Oben und unten 2-2,5cm
  • Links und rechts 2,5-3cm

Format.gif

  • Schriftgröße: 12 Punkt
  • Schriftart: Standard Times New Roman
  • Zeilenabstand: 1,5-zeilig (einzustellen bei Format -> Absatz)

Seitenzählung

Seitenzählung ist sehr wichtig, ansonsten kann auch kein Inhaltsverzeichnis erstellt werden. Die Seitenzählung beginnt erst nach dem Deckblatt, das Deckblatt erhält demnach keine "1".

Überlegt Euch Kapitel für den eigentlichen Text. Diese Kapitel sollten durchnummeriert werden und entsprechend im Inhaltsverzeichnis wiederzufinden sein.

Schönheitsfehler

Orthographie und Interpunktion sind keinesfalls zu vernachlässigen. Eine Hausarbeit, die mit gravierenden Rechtschreibschwächen aufwartet, gibt keinen guten Eindruck ab und kann schnell dazu führen, dass die Hausarbeit gleich überarbeitet werden muss.

Das Deckblatt, das Inhaltsverzeichnis und die Bibliographie gehören auf jeweils eigene, vom Text unabhängige Seiten. Ob die Einleitung oder das Fazit ebenfalls getrennt werden, bleibt Euch überlassen.

Kapiteltitel sollten in fetter Schrift abgedruckt werden, damit sie sich eindeutig vom Text abheben. Denkt auch an Absätze innerhalb der Kapitel.

Es empfiehlt sich ein Blocksatz für die gesamte Hausarbeit. Dies sieht nicht nur ordentlicher aus, sondern ist bei Büchern und Aufsätzen Standard.

Fußnoten

Fußnoten müssen vom Text abgetrennt am Ende der jeweiligen Seite in der Fußzeile zu finden sein (nicht bei Fußnoten als Anhang!). Eine andere Schriftgröße (Schriftgröße 10, Times New Roman) verdeutlicht, dass es sich nicht um den Text handelt, sondern um einen Zusatz. Beim Erstellen einer Hausarbeit auf dem PC wird dieser Effekt noch durch einen Halbstrich über den Fußnoten verstärkt. Zieht sich der Strich einmal über die gesamte Seite, ist entweder eine ganze Fußnote oder ein Teil davon auf die nächste Seite gerutscht.

Jedes direkte oder indirekte Zitat muss belegt werden, zum Einen um die Nachprüfbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, zum Anderen um beabsichtigte oder versehentliche Plagiate zu verhindern. Im Unterschied zu der Bibliographie können die Titelangaben in den Fußnoten nicht alphabetisch sortiert werden, daher nennt man hier den Vornamen zuerst. Eine Fußnote gilt immer als ganzer Satz, d.h. sie fängt mit einem Großbuchstaben an (auch bei „Vgl.“ u.ä.) und endet mit einem Punkt.

Beispiele:

1) Wie Eco meint, soll das Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit soviel Spaß bereiten, dass nach ihrer Beendigung jeder noch so kleine Teil in guter und ewiger Erinnerung bleibt .

2) Eco ist der Ansicht, "eine wissenschaftliche Arbeit schreiben bedeutet Spaß haben" und setzt dies mit dem "Schlachten eines Schweines" gleich, wovon "die Italiener sagen: Man wirft nichts davon weg"1.

3) Eco führt an: "Eine wissenschaftliche Arbeit bedeutet Spaß haben, und es ist mit der Arbeit wie mit dem Schlachten eines Schweines, wie die Italiener sagen: Man wirft nichts davon weg."1


1Umberto Eco: Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Heidelberg, Stuttgart 61993, S.265.

Ein wörtliches Zitat wird in Anführungszeichen gesetzt und mit einer Fußnote versehen. Wenn der zitierte Text schon Anführungszeichen enthält, dann werden sie in einfache Anführungszeichen umgewandelt. Der Text ist hierbei im Wortlaut zu übernehmen, Rechtschreib- oder sonstige Fehler können mit einem eingefügten [sic!] (lat. für „(genau) so“) oder einfach [!] markiert werden. Gebräuchliche Fremdsprachen (d.h. Latein, Englisch, Französisch, Italienisch) müssen nicht übersetzt werden. Ausnahmen: Es ist erlaubt Kasus oder Groß-/Kleinschreibung in einem Zitat anzupassen oder altertümliche Schreibweisen (wie etwa Unterthan) zu modernisieren. Eigene Erklärungen oder Erläuterungen können in eckigen Klammern eingefügt werden. Wenn Hervorhebungen im Original vorhanden sind, so wird [Hervorhebung im Original] in das Zitat eingefügt, bei eigenen Hervorhebungen dementsprechend [Hervorhebung von mir].

Das erste Auftauchen eines Titels enthält die vollständigen Titelangaben gemäss dem Schema. Bei weiteren Zitaten aus dem selben Titel wird (neben der Seitenzahl) nur der Nachname des Autors und ein Kurztitel angegeben. Der Kurztitel besteht aus einem oder mehreren Hauptwörtern die den Titel im Kontext der Arbeit eindeutig identifizierbar machen. Wenn zwei aufeinanderfolgende Fußnoten aus dem selben Band zitieren, dann kann man dies mit ebda. (Ebenda) oder ibid. (Ibidem=Ebenda) abkürzen. Dabei muss der abgekürzte Titel aber eindeutig identifizierbar sein, d.h. die vorhergehende Fußnote darf z.B. nicht mehrere Titel enthalten. Bei mehreren Titeln von demselben Autor kann dieser durch Ders./Dies. (s.o.) abgekürzt werden, wie die folgenden Beispiele zeigen:


1 Dieter Berg: Armut und Geschichte. Studien zur Geschichte der Bettelorden hohen und späten Mittelalter. Kevelaer 2001 (= Saxonia Franciscana Bd.11), S.20-25.

2 Ebda.

3 Ebda., S.30-40.

4 Ders.: Die Anjou-Plantagenets. Die englischen Könige im Europa des Mittelalters (1100 - 1400). Stuttgart 2003, S.50-60.

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23 Berg: Bettelorden, S.60-70.