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Inhaltsverzeichnis

Einführung

Youtube ist mittlerweile ein kulturelles und kommerzielles Phänomen geworden. In den Millionen hochgeladener Filmchen sind nicht wenige für HistorikerInnen interessante Perlen versteckt. Die LWG will dieses Potential (und das anderer Videoportale) nutzen und an dieser Stelle besonders interessante filmische Quellen sammeln und kommentiert präsentieren.

Aktuelle Filmzahl: 33

Propagandafilme

Deutsche Panzer

Regie: Walter Ruttmann
Jahr: 1940



Kommentar: An diesem Film ist zweierlei interessant: Zum einen ist es die Perspektive, die auf das Objekt Panzer geworfen wird. Er wird als Industrieobjekt verstanden, als Produkt von Ingenieurskunst, die er nur stellvertretend symbolisiert und die eigentlich, wenn auch hintergründig, im Fokus steht. Damit hebt sich der Film deutlich von den üblichen Propagandafilmen ab, die den Panzer als Kampffahrzeug im Einsatz inszenieren. Zweitens ist die Verbindung von Musik und Kameraperspektive hervorzuheben, die ein eigentümlich ambivalentes und pendelndes Spannungsfeld zwischen Friedlichkeit und Heroismus aufbaut.


London can take it!

Regie: Humphrey Jennings; Harry Watt
Jahr: 1940



Kommentar: Ein Beispiel für westliche Propaganda im Zweiten Weltkrieg. Der Film wurde in den USA mit der gezielten Absicht vertrieben, die Meinung gegen den Isolationismus zu drehen und die Bevölkerung für Argumente für den Kriegseintritt zugänglicher zu machen.


Titel: Stukas
Regie: Karl Ritter
Jahr: 1941



Kommentar: Ein Kinofilm über die Stukas von Karl Ritter. Es handelt sich um einen geradezu archetypischen Wehrmachts-Propagandafilm. Der Film ist in 12 Teilen auf Youtube hinterlegt.


Journal of Political Satire

Regie: Unbekannt (Produziert von Soyuzmultfilm)
Jahr: 1941



Kommentar: Bei diesen Filmen handelt es sich um die Zusammenstellung einiger Animationsfilme der Soyuzmultfilm aus dem Jahre 1941. Besonders interessant ist die gleichzeitige stilistische Nähe und Distanz in der Ausgestaltung und im Stil der Animationen selbst.



The Arm Behind the Army

Regie: Unbekannt (produziert vom U.S. Army Signal Corps)
Jahr: 1942



Kommentar: Beachtenswert an diesem Film sind die Verknpfungen, die in dem Film thematisiert werden. Zuerst wird eine enge und unabdingbare Verknüpfung zwischen Armee einerseits und Industrie und Wirtschaft andererseits konstatiert, die für einen siegreichen Krieg unerlässlich sei. Grundlage der Seite der Industrie und Wirtschaft wiederum sei dabei der auf freien Tarifverhandlungen basierende Konsens zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Dieser sei durch den Nationalsozialismus aber in seiner Existenz bedroht. So wird eine interessante Konstruktion entwickelt: Der Nationalsozialismus bedroht die USA sowohl auf dem Schlachtfeld als auch auf dem Gebiet der Ideologie. Um einen Sieg in dieser Doppelbedrohung erzielen zu können, müssen wiederum die Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Wirtschaft in den USA den Frieden wahren - so wird die Bedrohung an der Front zur Konsensgrundlage an der Heimatfront genutzt.


Ukraine in Flames

Regie: Alexander Dovzhenko und Yuliya Solntseva
Jahr: 1944



Kommentar: Die Sowjeutunion produzierte eine Reihe von Filmen, die für den Markt der westlichen Alliierten bestimmt waren, um die öffentliche Meinung zugunsten der sowjetischen Kriegsanstrengungen zu beeinflussen. Eine dieser Produktionen ist in 8 Teilen bei Youtube hinterlegt - zwar mit italienischen Untertiteln, aber immerhin: Die Bildsprache für sich ist schon interssant genug.


Deutsche Wochenschau

Regie: Nicht namentlich bekannt
Jahr: 1944



Kommentar: Die Schere zwischen Kriegsrealität und diametraler Propagandakonstruktion kann größer, absurder und damit beeindruckender kaum sein als in dieser Wochenschau, welche die Ardennenoffensive zum Inhalt hat. Wenn man sich die geradezu hanebüchene Menschen- und Materialsituation und die hoffnungslose strategische Lage des NS-Regimes vergegenwärtigt, ist es nachgerade unbegreiflich, wie denkende Menschen eine Produktion wie diese Wochenschau dazu in Relation setzen konnten. Aus medienhistorischer Sicht ist hier besonders die Kombination aus Stimme, Sprachwahl und Musik interessant.


Unbekannt (Inhalt: Mauerbau und Militär)

Regie: Unbekannt Jahr: 1961 oder später


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Kommentar: Propagandistische Aufarbeitung des Mauerbaus im Bezug auf das Militär. Schön zu sehen ist hier die dichte Verknüpfung aus konkretem Einsatz der Armee und abstrakter, politischer Legitimation.


Militärparade zum 40. Jahrestag der DDR

Regie: Unbekannt
Jahr: Unbekannt (1989?)



Kommentar: Ein gutes Beispiel für die symbolische Machtdemonstration eines Staates durch sein Militär.

Lehrfilme Wehrmacht

Die Frontschau - Nr.2: Russischer Stellungsbau

Regie: Fritz Hippler
Jahr: 1941



Kommentar: Die Frontschauen thematisieren in seiner Einleitung offen die Diskrepanz zwischen theoriebasierter Ausbildung und der Realität des Krietgsalltages. Aufgabe des Films sollte es daher sein, die im Hinterland ausgebildeten Soldaten mit möglichst realistischen Erfahrungen von der Front zu versorgen, damit der Schock der Umgewöhnung möglichst minimiert würde. Art und Verwendung des gezeigten Materials sind jedoch weniger geeignet, diesen Anspruch einzulösen. Es wird thematisiert, auf welche Stellungsstrukturen die Wehrmachtssoldaten treffen können.


Die Frontschau - Nr.4: Infanterie im Angriff

Regie: Fritz Hippler
Jahr: 1941



Kommentar: Der Film vermittelt trotz des ambitionierten Angriffes kaum mehr Details als eine durchschnittliche Wochenschau.


Die Frontschau - Nr.5/6: Gebirgsjäger im Kampf um eine Ortschaft

Regie: Fritz Hippler
Jahr: 1941


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Kommentar: Siehe Folge 4.


Biwak im Winter - Lehrfilm Nr. 430

Regie: Abteilung Lehrfilm im OKH
Jahr: 1942



Kommentar: Die Verlängerung des Unternehmens Barbarossa in den Winter hinein überraschte die Wehrmachtführung 1941 enorm. Ausgehend von ihren vorherigen Erfolgen, war ein Operationsplan erarbeitet worden, der den Krieg spätestens in einem Quartal beenden sollte. Das Scheitern dieses Planes ließ die Wehrmacht auf den höheren Ebenen ohne weitergehendes operatives oder strategisches Konzept zurück - auf den unteren Ebenen ohne Winterausrüstung und Ausbildung. Ein Lehrfilm des OKH sollte hier als Multiplikator dienen. Der Film ist in vier Teilen hinterlegt.


Männer gegen Panzer - Lehrfilm Nr. 541

Regie: Unbekannt (Wehrmacht)
Jahr: 1943



Kommentar: Dieser 28-minütige Film (die Teile 2 und 3 finden Sie in den "Related videos" am Ende von Teil 1) ist besonders ob seiner sehr aufwändigen Machart bemerkenswert. Angesichts der Kriegslage des Jahres 1943 überrascht das zuerst. Wenn man sich aber den Sinn und Zweck des Filmes in Erinnerung ruft, nämlich Soldaten im infanteristischen Kampf gegen Panzer zu schulen, so wird dieser Aufwand gerade verständlich. Vermittels dieses filmischen Multiplikators sollte der immer spürbarer werdende Mangel an Ressourcen und (daraus folgend) eigenen Panzern kompensiert werden. Und aus dieser utilitaristischen Perspektive ist die Produktion eines teuren Filmes immer noch viel günstiger als die Produktion von neuen Panzern.

Der Film tangiert natürlich deutlich das Feld der Propaganda, wird aber ob seines Primärzweckes der Kategorie Lehrfilme zugeordnet.


Pioniere voran - Lehrfilm Nr. 542

Regie: Edmund Smith
Jahr: 1943



Kommentar: Ein weiterer Lehrfilm der Wehrmacht, der sehr kompakt einige der taktischen Grundsätze dieser Armee vermittelt - und damit einen sehr hohen Quellenwert hat. Bemerkenswert ist vor allem die didaktisch sinnvolle Nutzung von Tricktechnik zur Verdeutlichung gewisser Abläufe. Interessant ist weiterhin die Tatsache, das über längere Zeiträume bewusst kein Kommentar eingesprochen ist. Hier ist offenkundig entschieden worden, dass es einen größeren didaktischen Mehrwert ergibt, den gezeigtn Stoff mit ungeteilter Aufmerksamkeit rein visuell zu vermitteln. Man beachte weiterhin bspw. in Minute 3:00-4:00 die Kameraarbeit: Diese extrem dynamische Inszenierung bedient sich verschiedener Perspektiven und Mittel, die so auch noch in späteren Kriegsfilmen verwendet wurden.


Gesundheitspflege in den warmen Ländern - Lehrfilm Nr. 433

Regie: Abteilung Lehrfilm im OKH
Jahr: 1943



Kommentar: Wenn es um die umweltbedingten Einflüsse auf den einzelnen Soldaten im Zweiten Weltkrieg geht, so drängt sich aus deutscher im Regelfall der Winter an der Ostfront in den Vordergrund. Allerdings stellen auch scheinbar leichter zu beherrschende Umwelten wie Nordafrika eine Herausforderung für eine kämpfende Truppe dar. Das OKH reagierte mit einem Lehrfilm, der bei YT in 5 Teilen hinterlegt ist.

Panzer im Angriff - Zerschlagen feindlicher Panzernahbekämpfer - Lehrfilm Nr. 454

Regie: Unbekannt (Abteilung Lehrfilm im OKH)
Jahr: 1943/44



Kommentar: Dieser Film ist hochinteressant, weil er kommentiert den konkreten taktischen Einsatz eines Panzers im Zweiten Weltkrieg en detail zeigt - eine äußerst seltene, aber sehr wichtige Perspektive. Man beachte hier zudem (ebenso wie im Lehrfilm "Pioniere voran") den Einsatz der Tricktechnik.

Stosstrupp aus der HKL - Lehrfilm Nr. 463

Regie: Unbekannt (Abteilung Lehrfilm im OKH?)
Jahr: Frühjahr 1944



Kommentar: Dieser ca. 41minütige, spielfilmartig produzierte Lehrfilm, der in acht Teilen bei YIutube hinterlegt ist, besticht durch einen gewisse Janusköpfigkeit: Einerseits ist er fest in seiner Zeit verortet, was Sprache und Habitus seiner Darsteller angeht. Andererseits ist er aus aktueller Perspektive relativ zeitlos, da eine ganze Reihe der taktischen Prinzipien, die hier vermittelt werden, im aktuellen Kriegsbild immer noch anwendbar.


Panzergrenadierzug im Hauptkampffeld - Lehrfilm Nr. 480

Regie: Unbekannt (Chef des Ausbildungswesens des Ersatzheeres, Abteilung Lehrfilm)
Jahr: Sommer 1944 (englische Synchronisation später hinzugefügt)



Kommentar: Folgt.

Lehrfilme NVA

Nahkampf für Spezialisten

Regie: Filmstudio der NVA
Jahr: 1987



Kommentar: Interessant ist an diesem Film, dass die Techniken einerseits für einen Vorstellungsfilm sehr ausführlich gezeigt werden, die ganze Produktion aber andererseits kein Instruktionsvideo ist. So nimmt der Film eine Gestalt an, die Adressaten und Zweck eher unklar mache. Darüber hinaus ist der Film sporthistorisch interessant, weil er eine Spezialform des Karatetrainings in den 1980er Jahren zeigt.


Schützenpanzer und Schützenpanzerwagen der NVA

Regie: Filmstudio der NVA
Jahr: 1986

Kommentar: Eine Darstellung der technischen und taktischen Aspekte der Schützenpanzer. Trotz aller ideologischen und werberischen Verbrämung noch sehr lehrreich, um einen Einstieg in Aufgabe und Verwendung dieser Fahrzeuge in der NVA zu finden. Sehr aufschlussreich ist auch der Größenvergleich zwischen BMP und Marder. Erstaunlicherweise hört man bei diesem NATO/WP-Vergleich eine gewisse Zurückhaltung in der Wortwahl.


Taktik: Einbruch

Regie: Filmstudio der NVA
Jahr: 1984

Kommentar: Der Film vermittelt äußerst aufschlussreich die Konzeptionen des Infanterikampfes auf Seiten der NVA. Im Gegensatz zum eher "werberisch" gestalteten Film über die Schützenpanzer ist dieser Film in trockener, militärischer Fachsprache gehalten.

Lehrfilme Bundeswehr

Spreng- und Zündmittel: Die Rohrladung

Regie: Unbekannt (US-amerikanisches Original?)
Jahr: 1957



Kommentar: Man achte auf die frappierende medientechnische Nähe zu den Lehrfilmen der Wehrmacht.


Fertig zum Sprung'

Regie: Unbekannt
Jahr: 1957

Sprung.bmp

Kommentar: Interessant ist die offene Bezugnahme auf "den letzten Krieg".


Die Waffen des mittleren Panzers

Regie: Unbekannt (US-amerikanisches Original?)
Jahr: 1957



Kommentar: Detaillierte Darstellung eines in der kollektiven Erinnerung fast nicht vorkommenden Fahrzeugs. "Den Tiger" und "den Leopard" kennt jeder, aber wer kennt noch den M-47 oder den M-48? Dabei waren diese Fahrzeuge sehr lange im Dienst und wurden von tausenden Wehrpflichtigen bedient.


Fahren im Gelände

Regie: Unbekannt
Jahr: 1960



Kommentar: Man beachte den Einsatz von Tricktechnik. Hinterlegt in drei Teilen.

Die Fallschirmjägertruppe

Regie: Unbekannt
Jahr: 1985



Kommentar: Interessant als Dokument der operativen und taktischen Grundsätze einerseits und des Selbstbilnisses einer Truppengattung im Kalten Krieg - vor allem aber spannend unter medienhistorischen Aspekten: Alleine die Kombination von Bildern und Musikwahl in den ersten Minuten ist verblüffend. Der Film ist in vier Teilen hinterlegt.


Der Panzervernichtungstrupp

Regie: Unbekannt (Bundeswehr)
Jahr: 1988



Kommentar: Der Film ist natürlich als direktes Pendant zu "Männer gegen Panzer" zu betrachten, und zwar auf jeder Ebene: Taktisch, filmisch, technisch, politisch etc. Darüber hinaus wirft er ein Schlaglicht auf diese spannende historische Phase einer Armee im Wartestand. Der Film ist in vier Teilen bei YT hinterlegt.

Lehrfilme US-Streitkräfte

German Infantry Weapons

Regie: Unbekannt
Jahr: vermutlich 1943



Kommentar: Das genaue Kennen und fehlerfreie Bedienen der eigenen Waffen nimmt einen großen Raum in der Ausbildung neuzeitlicher Heere ein - die episodenhaft auftretenden Schlachten und Gefechte wurden mit diesem, also dem eigenen Material geschlagen. Durch die prozessuale Struktur der sich über lange Zeiträume hinziehenden Kriege des 20.Jahrhunderts wurden aber zunehmend auch Waffen erbeutet und gegen ihre früheren Besitzer eingesetzt. Um Kenntnisse dieser Waffen, an denen man naturgemäß nicht planmäßig ausbilden konnten, nmöglichst breit zu vermitteln, griff man auf Lehrfilme zurück. Der hier gezeigte Film wurde durch Erfahrungen mit Beutewaffen im Zuge der Landung in Sizilien ermöglicht.


Code of Conduct - To Resist

Regie: Unbekannt (produziert vom Office of Armed Forces - Information & Education)
Jahr: 1950



Kommentar: Gefangennahme stellte in vielen Epochen und Regionen einen der zentralen Prozesse auf dem Schlachfeld dar - manches mal mehr (bspw. im mittelalterlichen Europa), manches Mal weniger (bspw. im pazifischen Raum des Zweiten Weltkrieges). In der Behandlung mit dem Gefecht gerät der Aspekt der Gefangennahme dennoch oft etwas in Vergessenheit. Die US-Armee produzierte nach dem Zweiten Weltkrieg einen Film, der sich mit den Verhaltensmaßregeln im Falle einer Gefangennahme beschäftigt. Sprecher ist interessanterweise der Medienstar Jack Webb.


Duck & Cover

Regie: Anthony Rizzi
Jahr: 1951



Kommentar: Der Klassiker der Lehrfilme und durch seinen pure Existenz ein nachhaltiger Beleg für die Totalität der Kriegsdrohung im Kalten Krieg.



U.S. Nuclear Test Film #32

Regie: Unbekannt
Jahr: 1962



Kommentar: Für die Öffentlichkeit besteht die militärische Planung des Kalten Krieges oftmals nur aus dem "Entweder oder" des Friedens oder des globalen, thermonuklearen Overkills. Die militärischen Planungen waren allerdings auf beiden Seiten durch die Jahrezehnte hindurch viel diffiziler und alles andere als statisch - sowohl auf strategischer, operativer wie auch auf taktischer Ebene. Dieser Informationsfilm der US-Armee dokumentiert einen Versuch, taktische Atomwaffen in ein konventionelles Gefecht zu integrieren.


M-16 Operation and Cycle of Functioning

Regie: Unbekannt
Jahr: 1966



Kommentar: Es gibt eine Reihe geradezu ikonischer Waffen - das M16 gehört auf jeden Fall dazu. Der hier gezeigte Film vermittelt zweierlei: Zum einen einen meidenhistorischen Einblick in die Wissensvermittlung der US-Armee in den 1960er Jahren, zum anderen grundlegendes technikhistorisches Wissen, das für die Diskussion einer Waffe nun einmal unerlässlich ist.


Dokumentarisches Material

Ansprache Kaiser Wilhelm

Regie: Unbekannt
Jahr: Text 1914, Audioaufnahme 1918, Video gemischt 1914-1918



Kommentar: Es handelt sich hierbei um die Audioaufnahme des Aufrufs Kaiser Wilhelms II. zum Kriegsausbruch - die allerdings nicht zum Zeitpunkt der öffentlichen Präsentation aufgezeichnet wurde. Vielmehr wurde sie erst im Jahre 1918 zu Propagandazwecken auf Schallplatte aufgezeichnet.

Transkript


The Australians' final campaign in 1918 (Auszüge)

Regie: Herbert Baldwin and George Wilkins
Jahr: 1918



Kommentar: Eine Sammlung von kurzen Szenen zu vermischten Themen - gut geeignetes Material, um den Inhalten der Monographien visuelles Fleisch auf die Rippen zu bringen.


Anderes

Werbespot der Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann

Regie: Unbekannt
Jahr: Unbekannt



Kommentar: Der Umgang einer Gesellschaft mit Militär und Krieg ist ein komplexes Thema, in der Bundesrepublik Deutschland allemal ein besonders schwieriges. Davon ausgehend kann man sich allerdings trefflich darüber wundern, welchen Symbolwert für eine Normalisierung dieses nur schwer erträgliche Reklamefilmchen in historisch-prozessualer Perspektive hat...

Man beachte aber unter dem Aspekt der Re-Ökonomisierung des Krieges besonders das Auftreten der KWM Techniker, die "dort sind, wo die Truppe ist."


Werbespot der Firma DuPont

Regie: Unbekannt
Jahr: 2009



Kommentar: Das perfekte Gegenstück zur KMW-Werbung: Ein stilistisch auf dem neusten Stand befindlicher und bis ins letzte Detail durchdachter Spot, der eine enorm selbstbewusste militärhistorische Perspektive aufmacht: Der privatkapitalistische Unternehmer als unverzichtbare und mindestens gleichwertige Säule der Landesverteidigung neben den eigentlichen Streitkräften.