Perspektivräume

Aus LernWerkstatt Geschichte
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PerspektivRäume ist eine historische Onlinezeitschrift, die halbjährlich von Studierenden des Historischen Seminars der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover herausgegeben wird.

Im Unterschied zu anderen Onlinezeitschriften setzen sich die Beiträge in PerspektivRäume überwiegend aus überarbeiteten schriftlichen Leistungen der Studierenden des Historischen Seminars zusammen, die der Redaktion von den Lehrenden aufgrund ihrer Güte, ihres innovativen Charakters oder ihres aktuellen Bezugs empfohlen wurden.

Die aktuelle Ausgabe findet sich hier. Sie enthält folgende Themen:


  • Eine studentische Online-Zeitschrift als Bildungschance

Im einleitenden Essay zur vorliegenden Auftaktausgabe betrachtet Carl-HansHauptmeyer, Professor für Geschichte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit unter Einschluss der Regional- und Lokalgeschichte, die Chancen einer studentisch wissenschaftlichen Onlinezeitschrift. Der Autor berichtet von eigenen Erfahrungen mit studentischen Zeitschriften und dem wissenschaftlichen Arbeiten und gelangt zu grundsätzlichen Überlegungen zur Bildung. Er wertet abschließend eine studentische Online-Zeitschrift als einen "Schritt zur Bildung".


  • Anfänge des Digitalen
Anmerkungen nach 10 Jahren EDV-Betreuung

Karl H. Schneider, Professor für Neuere und Neueste Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Regionalgeschichte, resümiert in seinem Essay über die "Anfänge des Digitalen" im Historischen Seminar. Von der ersten Website und EDV-Ausstattung des Historischen Seminars bis zu seinem Blog zurRegionalgeschichte bietet er einen guten Überblick über Entwicklungen, Akteure und Perspektiven der neuen Medien am Historischen Seminar.


  • Zeichen des Niedergangs
Demetrios Poliorketes in der literarischen moralisierenden Tradition bei Plutarch

Der erste studentische Beitrag widmet sich den moralisierenden Deutungendes Diadochen Demetrios Poliorketes durch Plutarch. Matthias Heßbrüggen konstatiert, dass Plutarch das Leben des Demetrios als Verfallsgeschichte inszeniert. Der Autor zeigt und prüft die methodischen Mittel Plutrachs dafür.Abschließend deutet er das Scheitern des Demetrios als Folge eines Generationenkonflikts.


  • Bauer versus Buch
Schriftliche Publikationen als Instrument der Volksaufklärung des 18. Jahrhunderts

Von den Problemen aufklärerischer Literatur in der Volksaufklärung des 18. Jahrhunderts schreibt Nils Fehlhaber. Das bäuerliche Leseverhalten nötigte die Aufklärer zur Überarbeitung ihrer Publikationsformen, damit sie wirksamer ihre Schriften verbreiten konnten. Nach Fehlhaber löste die Volksaufklärung dabei einen wechselseitigen Entwicklungsprozess aus, von dem sowohl die Bauern wie auch die Aufklärer profitierten.


  • Halbstark!
Generationskonflikte in den 1950er Jahren in der Bundesrepublik

Vanessa Erstmann beleuchtet in ihrem Beitrag das Halbstarken-Phänomen der 1950er Jahre in der BRD. Die Jugendlichen kultivierten einen Stil in Form von auffälliger Kleidung, lässigem Habitus und Krawallen bei Rock'n'Roll-Konzerten,welcher eine Abweichung von der herrschenden Ordnung symbolisierte. In welchem Maße sich dieser dem biederen Paradigma der damaligen Gesellschaftwidersetzte, analysiert die Autorin mit ihrem Beitrag. Die daraus resultierende Kriminalisierung der Jugendlichen deutet Erstmann als eine Dramatisierung der Öffentlichkeit, die in keinem Verhältnis zu den realen Tatbeständen stand.


  • "This is totally going into my Blog!"
Wikis, Blogs & Tageszeitungen: Medien am Scheideweg

Chancen und Probleme des tiefgreifenden Wandels der Medienlandschaft erörtert Christian Hellwig in seinem Beitrag zu Wikis, Blogs und Tageszeitungen. Ausgehend von der Berichterstattung zur US-Präsidentenwahl zeigt Hellwig das durch die neuen Medien veränderte Informationsangebot. Er beschreibt die Reaktionen der alten Medien hierauf und analysiert Möglichkeiten und Grenzen der Partizipation an Wikis und Blogs. Aufgrund der Unumkehrbarkeit des Medienwandels plädiert Hellwig abschließend für eine stärkere Beteiligung und Nutzung der geschaffenen kommunikativen Freiräume.


  • Volksgemeinschaft?
Alltag im NS zwischen Repression und Zustimmung

Diese Ausgabe findet ihren Abschluss in der Rubrik "Projekte & Vorstellungen" mit einer Vorstellung des seit Anfang 2009 arbeitenden Forschungskollegs Nationalsozialistische "Volksgemeinschaft": Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort der Universitäten Hannover, Oldenburg, Osnabrück und Göttingen. Kathrin Stern, Bianca Roitsch und Gunnar Zamzow umreißen darin die einzelnen Teilbereiche ihres Kollegs.


Die Abstracts vergangener Ausgaben finden sich hier.