Politisch-gesellschaftlicher Wandel und seine Wahrnehmung

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Einführung

Das Modul widmet sich dem vielfältigen und wandelbaren Verhältnis zwischen Individuen, sozialen Gruppen und staatlicher Herrschaft, einer Kernfrage historischer Forschung für alle historischen Epochen und für sämtliche Untersuchungsräume. Der Besuch der hier angebotenen Lehrveranstaltungen ermöglicht eine Beschäftigung mit Formen, Bedingungen und Akteuren politisch-sozialen Wandels, mit historischen politischen Herrschaftsformen, ihren Repräsentationen sowie ihren sozialen und kulturellen Trägerschichten. Dabei werden nicht nur Methoden der Politik- und der Politischen Sozialgeschichte vorgestellt und eingeübt, sondern auch neuere kulturgeschichtliche Herangehensweisen, in denen Deutungsaspekte stärker den Fokus der historischen Analyse bilden. Denn nicht zuletzt geht es im hier beschriebenen Modul auch um den Zusammenhang zwischen politischer Herrschaft, politisch-gesellschaftlichem Wandel, individuellen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsweisen dieses Wandels der Lebens- und Herrschaftsbedingungen und der Produktion kollektiver Erinnerung, mithin der Entstehung von Geschichtsbildern und ihrer medialen Vermittlung.

Anknüpfend an Problemfelder und Fragestellungen der anderen drei Schwerpunkte des Fachmasters Geschichte ebenso wie an aktuelle Erfahrungen des politisch-gesellschaftlichen Wandels und seiner vielfältigen Äußerungsformen, befähigt die Beschäftigung mit diesem Modul zur Historisierung von Fragestellungen und Erkenntniszielen und ermöglicht so eine differenzierte Betrachtung vergangener wie gegenwärtiger Gesellschaften. Gleichzeitig werden die Studierenden mit aktuellen Forschungsproblemen und wissenschaftlichen Debatten verschiedener Epochen und Teildisziplinen der Geschichtswissenschaft bekannt gemacht. Das kann die Basis für die eigene wissenschaftliche Weiterarbeit der Studierenden im Rahmen von Projektmodul und Masterarbeit bilden.