Portal:Geschichtsdidaktik

Aus LernWerkstatt Geschichte
Wechseln zu: Navigation, Suche


Schulklasse und Lehrerin, 1947. Quelle: Bundesarchiv Bild 183-S75969 / CC-BY-SA
GESCHICHTSDIDAKTIK
Prinzipien, Methoden, Fachbegriffe und Quellen


Diese Präsenz ist im Aufbau begriffen.

In diesem Bereich werden zu finden sein.


Inhaltsverzeichnis

Was ist Geschichtsdidaktik?

Geschichtsdidaktik versteht sich (meist) als Teil der Geschichtswissenschaft und bildet neben der Geschichtstheorie und der Geschichtsforschung/-schreibung eine der drei Dimensionen der Geschichte. Geschichtsdidaktik widmet sich als relativ junge Disziplin seit den 1950er/60er Jahren der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Geschichtsbewusstsein und dessen Erscheinungsformen, Entwicklung und Förderung. Aufgabe der Geschichtsdidaktik ist neben der empirischen Erforschung geschichtsdidaktischer Fragestellungen (vorrangig im Bereich Schule; aber auch Gesellschaft, Medien, Erwachsenenbildung usw.) v.a. die Vermittlung und Rezeption von Geschichte, kurz: dem historischen Lernen. Aber auch Fragen von Erinnerung und Geschichtskultur stehen im Zentrum schulischer und außerschulischer Geschichtsdidaktik.

„Geschichtsdidaktik erhebt die je gegenwärtigen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedürfnisse nach historischem Wissen, ermöglicht historisches Denken und organisiert die entsprechenden Lern- und Vermittlungsprozesse. (…) Als Wissenschaft ist Geschichtsdidaktik diejenige Disziplin, die historisches Denken und das an geschichtlichen Prinzipien orientierte Handeln als schrittweise erworbene und erwerbbare Kompetenz in ihrer Genese untersucht und die Voraussetzungen und Bedingungen ihrer Erwerbbarkeit angeben kann. Geschichtsdidaktik ist damit als Reflexion auf das historische Denken und das Handeln in Geschichte gerichtet. Sie ist inzwischen eine institutionelle Reflexionsform historischen Denkens.“ (Hans-Jürgen Pandel (2013): Geschichtsdidaktik, S. 21)


Entwicklungslinien und Tendenzen der Geschichtsdidaktik

Empirie und Theorie in der Geschichtsdidaktik

Geschichtsdidaktische Grundbegriffe

Geschichtsbewusstsein

Der für die Geschichtsdidaktik zentrale Begriff des Geschichtsbewusstseins beschreibt die Fähigkeit erlerntes historische Kenntnisse in Beziehung zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu setzen und tradierte oder eigene Deutungen zur Geschichte reflektieren zu können. Neben der Vermittlung historischen Wissens will die Geschichtsdidaktik vor allem zur Entwicklung dieses Bewusstsein bei Lernenden beitragen. Nach Hans-Jürgen Pandel[1] zählt zum Geschichtsbewusstsein im Einzelnen die Kompetenz, Ereignisse und Entwicklungen in ihrem Ablauf zeitlich verorten und zwischen realen und fiktiven Ereignissen trennscharf unterscheiden zu können. Geschichte soll in diesem Prozess nicht als statische Einheit vermittelt werden, sondern es soll den Lernenden der stetige Wandel der Deutungen von Geschichte vor Augen geführt werden. Zum Geschichtsbewusstsein zählt ebenfalls die Einsicht, dass Geschichte für Kollektive eine identitätsstiftende Funktion besitzt. Die SchülerInnen sollen lernen, von dieser nach Gruppenzugehörigkeiten abhängigen Geschichtsdeutung zu abstrahieren bzw. diese in ihre eigene Deutung mit einzubeziehen. Überdies bewirkt ein entwickeltes Geschichtsbewusstsein ein Erkennen von Herrschaftsstrukturen und darin begründeten Interessenkonstellationen zu. Hinzu tritt das Wisse um und Methoden zum Erkennen sozialer und ökonomischer Disparitäten und die Fähigkeit, in früheren Zeiten bestehende Werte und Normen nachvollziehen, aber auch kritisch beleuchten und in in die heutige Zeit übertragen zu können.

Multiperspektivität

Narrativität

Gegenwartsbezug

Geschichtskultur

Literatur und Quellen zur Geschichtsdidaktik

Internetportale für Geschichtsdidaktiker

Klassiker der Geschichtsdidaktik

Geschichtsdidaktische Fachzeitschriften

Zeitschrift für Geschichtsdidaktik (ZfGD)

Die 2002 erstmals erschienene Zeitschrift wird von der "Konferenz für Geschichtsdidaktik. Verband der Geschichtsdidaktikerinnen und Geschichtsdidaktiker Deutschlands e.V." (KGD) herausgegeben. Die KGD hat die Förderung der wissenschaftlichen Entwicklung der Didaktik der Geschichte zum Ziel. Jede Ausgabe besitzt einen thematischen Schwerpunkt, bietet aber auch einen ausführlichen Rezensionsteil und ein Forum für freie Beiträge. Daneben erscheinen zusätzlich seit 2010 in unregelmäßigen Abständen zu bestimmten Themen ausführlichere Beihefte zur Zeitschrift. Eine Übersicht zu den einzelnen Heften der Zeitschrift, ihren thematischen Ausrichtungen und den Titeln und Autoren der einzelnen Beiträge (ohne Rezensionen) finden Sie unter: http://www.historicum.net/index.php?id=3806#jumpLink1.

Geschichte für heute – Zeitschrift für historisch-politische Bildung

Die 2008 gegründete und vierteljährlich erscheinende Zeitschrift wird vom Bundesverband und den Landesverbänden des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands (ohne Bayern) herausgegeben. Die jeweils aktuellen Themen und Entwicklungen in den Fokus nehmenden Ausgaben bieten wissenschaftliche Aufsätze, anwendungsbezogene Beispiele für den Geschichtsunterricht, geschichtsdidaktische Ansätze und Konzepte sowie Meldungen aus den Verbänden der Geschichtslehrer und einen umfangreichen Rezensionsteil.

Näheres zum Profil der Zeitschrift unter: http://www.geschichtslehrerverband.org/55.html

Die Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Ausgaben seit Gründung sowie Abstracts zu den einzelnen Beiträgen finden sich unter: http://www.geschichtslehrerverband.org/56.html

Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften (ZDG)

Die erst seit 2010 bestehende Zeitschrift versteht sich als interdisziplinäres Organ für Fachdidaktiken aus den gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen Geographie, Geschichte, Politik und Wirtschaft. Sie enthält wissenschaftliche Fachartikel, Werkstattberichte und Buchbesprechungen.

Näheres zum Profil der Zeitschrift unter: http://zdg.wochenschau-verlag.de/profil.htm

Die Titel und Autorennamen der einzelnen Ausgaben können über den Button „Bestellen“ unter jeder Ausgabe auf folgender Webseite eingesehen werden: http://zdg.wochenschau-verlag.de/Hefte.htm

Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (GWU)

Die Zeitschrift wurde 1950 gegründet und erscheint seitdem alle zwei Monate. Als Herausgeber fungieren aktuell der Neuzeithistoriker Christoph Cornelißen, der Geschichtsdidaktiker Michael Sauer und der Frühneuzeithistoriker Peter Burschel. Der Inhalt der Zeitschrift setzt sich sowohl aus geschichtsdidaktischen als auch geschichtswissenschaftlichen Beiträgen zusammen. Jede Ausgabe steht unter einem bestimmten Thema. Neben wissenschaftlichen Artikeln bietet die Zeitschrift Literaturberichte, Informationen zu Neuen Medien und ihren Einsatz sowie Diskussions- und Debattenbeiträge.

Die Jahresregister der Zeitschrift mit den Titeln und Autoren der veröffentlichten Beiträge seit 1997 finden sich unter: http://www.friedrich-verlag.de/go/Sekundarstufe/Geschichte+%26+Gesellschaft/Zeitschriften/Geschichte+in+Wissenschaft+und+Unterricht/Jahresregister

Frühere Jahresregister der Zeitschrift seit ihrer Gründung 1950 sind im Zeitschriftenfreihandmagazin durchsuchbar unter: http://www.fordham.edu/mvst/magazinestacks/g.html


Einführende Sekundärliteratur (Handbücher, Monographien, Sammelbände) (Auswahl)

Geschichtsdidaktik im praktischen Unterricht

Vorgaben der KMK-Konferenzen und Kerncurricula

Das Bildungswesen und die Kultur liegt in der Bundesrepublik Deutschland in der Hoheit der Länder. Aufgabe der ständigen "Konferenz der Kultusminister der Länder", kurz: Kultusministerkonferenz (KMK), ist es, in der Bildungs- und Kulturpolitik länderübergreifende Gemeinsamkeiten und Ziele in Bildung, Wissenschaft und Kultur zu definieren und zu beschließen. Ein Ziel ist es u.a. die Vergleichbarkeit von Zeugnissen und Abschlüssen zu gewährleisten. Für das Unterrichtsfach Geschichte an Gymnasien in der Sekundarstufe II legte die KMK beispielsweise zuletzt 2005 einheitliche Prüfungsanforderungen für die Abiturprüfung fest. http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/1989/1989_12_01-EPA-Geschichte.pdf

Zur Umsetzung der von der KMK beschlossenen Bildungsstandards und Prüfungsanforderungen formulieren die Länder u.a. Lehrpläne für den Unterricht in allgemein bildenden Schulen. In Niedersachsen setzen sich die Lehrpläne aus Kerncurricula, Rahmenrichtlinien und curricularen Vorgaben zusammen. Rahmenrichtlinien und curriculare Vorgaben bilden dabei Vorformen der eigentlichen Kerncurricula. In einem Kerncurriculum sind die Kompetenzen (Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten) für jedes Unterrichtsfach und jede Schulform definiert und beschrieben, über die Lernende verfügen müssen, um den vereinbarten Prüfungsstandards und anderen Anforderungsprofilen gewachsen zu sein. Lehrenden gibt das Kerncurriculum einen Überblick über die verbindlichen Lernziele in allen niedersächsischen Schulen. Das niedersächsische Kerncurriculum für das Unterrichtsfach Geschichte in der gymnasialen Oberstufe finden Sie unter: http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc_geschichte_go_i_03-11.pdf

Unterrichtsplanung: Wie setzte ich die Vorgaben im Unterricht um?

Aufbau und Inhalt eines Unterrichtsentwurfs

Was macht einen guten Unterrichtsentwurf aus?

Arbeiten mit dem Schulbuch im Geschichtsunterricht

Schulbuchverlage und Institute zur Schulbuchforschung

Herangehensweise an das Schulbuch

Materialien, Orte und Anlässe für die Gestaltung des Geschichtsunterrichts

Primärquellen

Karikaturen

Bilder

Filme

Methoden

Jubiläen

Geschichtswettbewerbe

Spiele für den Unterricht

Liste wichtiger Museen (kommentiert)

Quellenangaben

  1. Hans-Jürgen Pandel: Geschichtsdidaktik. Eine Theorie für die Praxis. Schwalbach im Taunus 2013, S. 129-150.