Reitende Feldartillerie

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Deutsche Truppengattung des 19. Jahrhunderts, welche die Scheidung von Feldartillerie und Fußartillerie auf die Spitze trieb. Während die Fußartillerie immer bürgerlicher, wissenschaftlich-technischer wurde und hochkomplexe Schießverfahren entwickelte, legte die Feldartillerie mehr Wert auf die Pflege der "soldatischen Tugenden", um im Gefecht möglichst effizient agieren zu können.

Die Reitende Feldartillerie vertiefte diesen Unterschied noch, und verknüpfte die Werte der aristokratisch geprägten Kavallerie mit denen der Feldartillerie. Für sie stand nun reiterische Qualität an erster Stelle, um so schnell wie möglich alle Punkte eines Schlachtfeldes erreichen zu können. Diesen kennzeichnenden Vorteil von hoher Mobilität in Verbindung mit den genannten Werten amalgamierte die Reitende Feldartillerie zu einem Selbstverständnis, in der Reitkunst und "Schneid" deutlichen Vorrang vor der als "reinem Handwerk" abgetanenen Schießkunst der anderen Artillerien hatte.

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