Sozialstruktur Bad Münders

Aus LernWerkstatt Geschichte
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Autorin: Hanna Cordes


Inwieweit änderten sich die Berufsstrukturen im Zuge der Industrialisierung in der Kernstadt Bad Münder und einigen ausgewählten Ortsteilen? Im Rahmen der Gesamtkonzeption der Ausstellung gilt das vorrangige Interesse der Frage, ob und in welcher Weise das holzverarbeitende Gewerbe eine entscheidende Bedeutung bei der Berufstätigkeit der Bevölkerung hatte. Von den ausgewählten Dörfern liegen drei eher am Hang des Süntels (Bakede, Eimbeckhausen und Hamelspringe), während eines sich im Sünteltal befindet (Böbber). Zudem unterscheiden sich diese Ortschaften erheblich in der Einwohnerzahl.

Ein Vergleich der Berufs- und Sozialstruktur (der vier Dörfer bzw. der Stadt Münder) im 19. Jahrhundert beweist, daß

- die unterbäuerliche Bevölkerung zahlreicher war als die eigentlichen Bauern (Voll- oder Halb- bzw. Dreiviertelmeier) und im Laufe des Untersuchungszeitraumes prozentual noch anwuchs,

- die beiden Dörfer Eimbeckhausen und Hamelspringe einen höheren Anteil an nicht in der Landwirtschaft tätigen Personen aufwiesen als die Dörfer Bakede und Böbber,

- allein in der Zeit zwischen 1852 und 1879 viele (Achtung: 60 kb!) verschwanden und eine Reihe von neuen dafür entstanden,

- im Zuge der Bauernbefreiung und der damit verbundenen Preisgabe des Bodens zahlreiche Anbauernstellen neu geschaffen werden konnten, also eine rege Neubautätigkeit einsetzte.

Beschreibung

Die Sozialstruktur von Bad Münder und der Nachbarorte zeigt zwischen 1852 und 1870 signifikante Unterschiede.

Beschreibung